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21.10.11

Sozialhilfe für Pflegebedürftige in Hamburg und Schleswig-Holstein 2010

Mehr Hilfeempfänger im Norden

Statistik informiert ... Nr. 123/2011

In Hamburg haben am Jahresende 2010 knapp 11 800 Männer und Frauen Sozialhilfe für Pflegebedürftige erhalten, das sind fast sieben Prozent mehr als 2009. so das Statistikamt Nord. Rund 53 Prozent der Empfängerinnen und Empfänger erhielten ausschließlich stationäre Leistungen, und bei zwei Dritteln wurden die Pflegeleistungen anderer Sozialversicherungsträger (zum Beispiel der Pflegeversicherung oder der Krankenkasse) durch die Sozialhilfe aufgestockt. Bei den in Einrichtungen lebenden Personen waren es sogar 80 Prozent.

66 Prozent aller Hilfeempfängerinnen und -empfänger waren Frauen, 78 Prozent waren älter als 64 Jahre. Damit waren 2,7 Prozent aller Hamburger Seniorinnen und Senioren auf die Sozialhilfe für Pflegebedürftige angewiesen.

Die Bruttoausgaben für die Hilfe zur Pflege beliefen sich im Jahr 2010 auf knapp 163 Mio. Euro, das sind fast fünf Prozent mehr als im Jahr zuvor.

In Schleswig-Holstein haben am Jahresende 2010 knapp 12 300 Personen Sozialhilfe für Pflegebedürftige erhalten, das entspricht einem Zuwachs von fast acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. 78 Prozent der Unterstützten waren ausschließlich in Einrichtungen untergebracht. Bei 64 Prozent aller Betroffenen wurde die Hilfe ergänzend zu den Pflegeleistungen anderer Sozialversicherungsträger gewährt, bei den rein stationär unterstützten Frauen und Männer erreichte diese Quote 81 Prozent.

Knapp zwei Drittel der Unterstützten waren Frauen und gut drei Viertel älter als 64 Jahre. Von allen schleswig-holsteinischen Einwohnerinnen und Einwohnern im Alter von 65 und mehr Jahren bezogen damit 1,5 Prozent Hilfe zur Pflege.

Die Bruttoausgaben lagen im Jahr 2010 mit fast 118 Mio. Euro knapp ein Prozent über dem Vorjahreswert.

Sozialhilfe in Form der Hilfe zur Pflege wird Personen gewährt, wenn diese die Pflegeleistungen finanziell nicht selbst tragen können und sie auch nicht von anderen Einrichtungen – beispielsweise der Pflegeversicherung – in ausreichendem Umfang Unterstützung erhalten.

Ansprechpartner:

Thorsten Erdmann
Telefon: 040 42831-1757
E-Mail: thorsten.erdmann[at]statistik-nord[dot]de

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