Anmerkungen und Quellenangaben zur Stadtteil-Datenbank

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Anmerkungen und Quellenangaben

Ab März 2008  ist für Hamburg die neue räumliche Gliederung in Kraft getreten, seit dem gibt es zwei neue Stadtteile nämlich „HafenCity“ im Bezirk Hamburg-Mitte und „Sternschanze“ im Bezirk Altona. Der Stadtteil „Klostertor“ wurde aufgelöst, der Ortsteil 115 wurde dem Stadtteil „HafenCity“ und der Ortsteil 116 dem Stadtteil Hammerbrook zugeschlagen.  Der Stadtteil „Wilhelmsburg“ wechselte vom Bezirk Harburg in den Bezirk Hamburg-Mitte. Wegen der Neugliederung sind die 2008er Bezirksdaten von Hamburg-Mitte, Altona und Harburgs  mit früheren Jahren nicht vergleichbar.

Fläche
Als Fläche ist die planimetrierte Fläche angegeben.

Bevölkerung
Die Zahlen für die Bevölkerung wurden anhand des Melderegisters (Stand jeweils 31.12. des Jahres) ermittelt.

Die Zu- und Fortzüge beinhalten sowohl die innerstädtischen Umzüge (ohne Umzüge innerhalb eines Stadtteils) als auch die Zuzüge von außerhalb und die Fortzüge nach außerhalb Hamburgs.  Die Mobilitätskennzahl berechnet sich aus der halbierten Summe der Zu- und Fortzüge bezogen auf 1000 Einwohner/innen des Melderegisters.

Bevölkerung mit Migrationshintergrund

Die Angaben über die Bevölkerung mit Migrationshintergrund entstammen einer Sonderauswertung des Melderegisters. Zu der Bevölkerung mit Migrationshintergrund gehören die ausländische Bevölkerung sowie alle ab 1950 außerhalb von Deutschland Zugewanderte unabhängig von ihrer Nationalität. Dazu zählen auch die in Deutschland geborenen eingebürgerten früheren Ausländerinnen und Ausländer sowie in Deutschland Geborene mit deutscher Staatsangehörigkeit, bei denen sich der Migrationshintergrund aus der Migrationserfahrung der Eltern oder eines Elternteils ableitet. Außerdem gehören zu dieser Gruppe seit 2000 auch die (deutschen) Kinder ausländischer Eltern, die die Bedingungen für das Optionsmodell erfüllen. Nicht zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund zählen Flüchtlinge und Vertriebene in Folge des Zweiten Weltkriegs.

Haushalte

Es wurden nur die privaten Haushalte ausgewertet.

Die Bezirkssumme von Hamburg-Mitte und das Landesergebnis ist ohne den Stadtteil Neuwerk ausgewiesen.
Den Ergebnissen über Haushalte liegt die statistische Auswertung des Melderegisters mit Haupt- und Nebenwohnsitz – die Haushaltegenerierung – vom 31.12.1999,und ab dem 31.12.2009 zugrunde, bei der nach bestimmten Regeln Personen Haushalten zugeordnet werden. Im Melderegister werden Hinweise über Ehepaar- und Eltern/Kind-Beziehungen geführt. Darüber hinaus lassen sich aus bestimmten Personenmerkmalen Indizien für das Zusammenleben mehrerer Personen in einem Haushalt ableiten. Neben gleicher Wohnadresse gehören hierzu Namensgleichheiten, gleiche frühere Wohnungen, gleiche Datumsangaben über den Einzug in die jetzige Wohnung sowie die Angaben über Alter, Geschlecht und Familienstand. Zu den Alleinerziehenden gehören nur Kinder unter 18 Jahre.

Der Stadtteil Neuwerk sowie die Schiffsbevölkerung und Personen in Gemeinschafts-unterkünften wurden bei der Generierung der Haushalte nicht berücksichtigt.

 

Wohnen
Die Daten über Wohngebäude, Wohnungen, Wohnungsgrößen und Wohnflächen sind Ergebnisse der Gebäude- und Wohnungszählung 1987 sowie der Wohnungsfortschreibung des Statistischen Landesamtes.

Die Angaben über Sozialwohnungen wurden von der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt zur Verfügung gestellt.

Wahlen

Bei der Berechnung der Wahlbeteiligung für die Stadtteile wurden jeweils die Zahl der Urnenwähler/innen und die Zahl der Wahlberechtigten, die Briefwahlunterlagen erhalten haben, zugrunde gelegt. Der Stimmenanteil der Parteien bezieht sich bei den Stadtteilergebnissen auf die Urnenwähler/innen. Bei der Wahlbeteiligung und dem Stimmenanteil der Parteien für die Bezirke und für Hamburg insgesamt sind die Zahlen der Urnenwähler/innen und der tatsächlichen Briefwähler/innen berücksichtigt.

Für die folgenden Stadtteile liegt nur ein Wahlergebnis vor, da sie zu einem Wahlbezirk zusammengefasst sind: Klostertor und Hammerbrook, Kleiner Grasbrook und Steinwerder, Waltershof und Finkenwerder, Neuland und Gutmoor und Altenwerder und Moorburg.

Bei der Bezirksversammmlungswahl 1993 traten die Republikaner im Bezirk  Bergedorf nicht an.

Sozialstruktur

Die Kennziffer Sozialhilfeempfänger/innen in % der Bevölkerung wurde berechnet aus den Ergebnissen der amtlichen Sozialhilfestatistik und Angaben des Melderegisters, jeweils Stand 31.12. des Jahres. Berücksichtigt sind ausschließlich die Empfänger und Empfängerinnen von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt. In dem Ergebnis für Hamburg sind die Fälle enthalten, die räumlich nicht zugeordnet werden konnten.

Die Angaben über sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Arbeitslose sind Auswertungen der Bundesagentur für Arbeit entnommen. Bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten handelt es sich um Personen am Wohnort mit dem jeweiligen Bestand vom September.  Das Hamburger Ergebnis ist in der Regel ist höher als die Summe aller Stadtteile, da nicht alle Personen regional zugeordnet werden können.

Arbeitslose

Die Arbeitslosenzahlen sind jeweils mit dem Stand September dargestellt. Für Stadtteile mit weniger als 1000 Einwohnern können erst ab dem Jahr 2000 Angaben veröffentlicht werden.
Als arbeitslos werden gemäß § 16 des Sozialgesetzbuches (SGB III) Personen gezählt, die vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen oder weniger als 15 Wochenstunden erwerbstätig sind, eine versicherungspflichtige Beschäftigung suchen und den Vermittlungsbemühungen zur Verfügung stehen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven
Arbeitsmarktpolitik gelten nicht als arbeitslos.

Die Quoten für die Arbeitslosen sind nicht – wie sonst üblich – auf die Erwerbspersonen, sondern ersatzweise auf die Bevölkerung im Alter von 15 bis unter 65 Jahren bezogen, da aktuelle Erwerbspersonenzahlen für die Stadtteile nicht verfügbar sind. Als Bezugsgröße für die Anteile der jüngeren und älteren Arbeitslosen dienen ebenfalls die entsprechenden Altersgruppen der Bevölkerung.

Arbeitslose nach SGB II

Die Arbeitslosen nach SGB II sind eine Teilmenge aller Arbeitslosen.

Leistungsempfängerinnen und -empfänger

Am 1. Januar 2005 wurden die Arbeitslosenhilfe und die Sozialhilfe von einer neuen Sozialleistung abgelöst, der Grundsicherung für Arbeitslose, auch Hartz IV genannt. Nach den Regelungen im SGB II erhalten erwerbsfähige Hilfebedürftige Arbeitslosengeld II, nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige Sozialgeld, wenn in ihrer Bedarfsgemeinschaft mindestens ein erwerbsfähiger Hilfebedürftiger lebt. Zu den Leistungsempfängerinnen und -empfänger zählen die Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld. Die Anzahl der Leistungsempfängerinnen und -empfänger ist daher deutlich höher als die der Arbeitslosen.

Bedarfsgemeinschaften

Eine Bedarfsgemeinschaft besteht aus mindestens einem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, dem Partner oder der Partnerin und den im Haushalt lebenden minderjährigen, unverheirateten Kindern ohne eigenes Einkommen bzw. Vermögen.

Einkünfte je Steuerpflichtigen
Die Einkünfte je Steuerpflichtigen sind Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik von 1995 und 2004, sie beziehen sich auf den alten Gebietsstand vor dem 31.03.2008. Für die neuen Stadtteile HafenCity und Sternschanze konnten deshalb keine Angaben gemacht werden. Der Stadtteil Hamburg-Altstadt enthält auch den Wert von Neuwerk, die Angaben zum neuen Stadtteil Hammerbrook beinhalten den Durchschnittswert der ehemaligen Stadtteile Klostertor und Hammerbrook. In die Bezirkssumme Hamburg-Mitte wurde der Stadtteil Wilhelmsburg mit eingerechnet. Bei der Berechnung des Durchschnittswertes für Hamburg insgesamt wurden die Steuerfälle, die keinem Stadtteil zugeordnet werden konnten, mit einbezogen.

 

Infrastruktur

Die Angaben über Kindertageseinrichtungen stützen sich auf Angaben des Amtes für Jugend. Nachgewiesen werden die Einrichtungen für drei- bis unter sechsjährige Kinder. Zu diesem Bereich zählen Kindergärten, Kindertagesheime, Kindertagesgruppen und Vorschulklassen. Im Jahr 2003 ist die Anzahl der Kindergärten in Hamburg stark gestiegen. Dies liegt daran, dass allen Trägern mit Einführung des Kita-Gutscheinsystems zum 01.08.2003 die Möglichkeit offen steht, mehr Leistungsarten als bisher anzubieten. Da viele Träger besonderes von bisher reinen Krippen- oder Horteinrichtungen davon Gebrauch gemacht haben, sind neue Kindergärten entstanden, die aber einen geringen Effekt bewirken.

Die Daten über Schulen basieren auf Auswertungen der Behörde für Schule und Berufsbildung, Amt für Verwaltung jeweils mit dem Stand September und eigenen Berechnungen. In der Anzahl der Grundschulen sind die Sonderschulen nicht enthalten. Zu den weiterführenden Schulen zählen Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien und Gesamtschulen. Abendschulen, das Studienkolleg und das Hansa-Kolleg sind nicht aufgeführt. Die Anzahl der weiterführenden Schulen wurde anhand der Schulnummer und der Adressen ermittelt. Sind in einem Gebäude unterschiedliche Schularten untergebracht, so gelten diese als eine weiterführende Schule.

Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler sowie der ausländischen Schüler und Schülerinnen entstammen ebenfalls der Behörde für Schule und Berufsbildung, Amt für Verwaltung, mit dem Stand September.  Sie beziehen sich auf die Schulen und nicht auf die Kinder und Jugendlichen des jeweiligen Stadtteils.

Schüler am Wohnort der Sekundarstufe I, in Haupt-, Real und Gesamtschulen in % und in Gymnasien in % enthalten keine Sonderschulen und entstammen Auswertungen des Instituts für Bildungsmonitoring der Behörde für Schule und Berufsbildung, mit dem Stand Schuljahr 2010/2011.

 

Die Zahl der Handwerksbetriebe wurde Auszählungen der Handwerkskammer Hamburg entnommen; bis zum Jahr 2005 sind ausschließlich Vollhandwerksbetriebe aufgeführt worden. Auf Grund geänderter Rechtsvorschriften ab 2006 ist für das selbständige Führen von bestimmten  Handwerksbetrieben, wie z.B. die Gebäude- und Fenstereinigung, kein Meistertitel mehr erforderlich. Diese Betriebe sind ebenfalls enthalten.

Die Angaben zu Ladengeschäften im Einzelhandel wurden im Rahmen der Handels- und Gaststättenzählung vom 30.4.1993 erhoben.

Die Zahl der niedergelassenen Ärzte beruht auf Angaben der Hamburger Kassenärztlichen Vereinigung. Die Anzahl der Apotheken wurde bis zum Jahr 2001 anhand des Handbuchs für das Gesundheitswesen in Hamburg, (herausgegeben von der Ärztekammer Hamburg und dem Hanseatischen Werbekontor Heuser & Co.) ab 2003 anhand des Internetauftritts des DAN Netzwerk Deutscher Apotheker GmbH (apotheken.de) für die Stadtteile ausgezählt. Ab 2002 beruhen die Angaben auf Sonderauswertungen der Apothekenkammer Hamburgs.

 

Verkehr

Die Anzahl der privaten PKW entstammt einer Auswertung des Kraftfahrt-Bundesamtes jeweils mit dem Stand Januar. In dem Ergebnis für Hamburg sind die räumlich nicht zuordenbaren Fälle enthalten.
Ab dem Januar 2008 sind alle PKW`s  gemäß folgender Definition enthalten:

 „Für die regionale Zuordnung der Fahrzeuge ist der Wohnsitz des Halters bzw. der Firmensitz, die Niederlassung oder die Dienststelle maßgebend. Es sind nur angemeldete Fahrzeuge ohne vorübergehende Stilllegungen/ Außerbetriebssetzungen aufgeführt“.

Die Angaben über Straßenverkehrsunfälle sind der Straßenverkehrsunfallstatistik des Statistischen Landesamtes entnommen. Zu den Unfällen „mit schwerwiegendem Sachschaden“ rechnen auch leichte Sachschadensunfälle mit Alkoholeinwirkung. Die sonstigen Sachschadensunfälle ohne Alkoholeinwirkung sind in diesen Daten nicht enthalten.

Kriminalität

Die Zahlen zur Kriminalität stammen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik des Landeskriminalamtes.

Für die Berechnung der Deliktshäufigkeiten je 1000 Einwohner/innen wurden Melderegister-angaben nach dem Stand vom 31.12.des Jahres herangezogen. Bei den Stadtteilen Steinwerder, Waltershof und Altenwerder wurde aufgrund der geringen oder stark abnehmenden Einwohnerzahlen auf die Berechnung der Deliktshäufigkeiten je 1000 Einwohner/innen verzichtet.

Zur Gewaltkriminalität zählen: Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen, Kindestötung, Vergewaltigung, Raub, räuberische Erpressung und räuberischer  Angriff auf Kraftfahrer, Körperverletzung mit tödlichem Ausgang, gefährliche und schwere Körperverletzung sowie Vergiftung, erpresserischer Menschenraub, Geiselnahme und Angriff auf den Luftverkehr.

Bei der Bewertung der Anzahl der registrierten Straftaten und der gebildeten Indikatoren „je 1000 Einwohner/innen“ sind verschiedene Faktoren zu beachten. So zeichnen sich die einzelnen Stadtteile durch jeweils spezifische Strukturen der Tatgelegenheiten aus: Gibt es zum Beispiel Einkaufszentren und Warenhäuser, so nimmt die Wahrscheinlichkeit, dass Straftaten begangen werden, stark zu. Die Anzahl der „Einpendler und Einpendlerinnen“ in die einzelnen Stadtteile ist unter­schiedlich groß; die gebildeten Indikatoren für die Stadtteile, für die Bezirke und die Stadt werden aber auf die jeweils (sehr viel kleinere) Wohnbevölkerung bezogen.Im Im Jahr 2009 ist im Stadtteil Harvesthude die Zahl der Straften auf Grund von Wirtschaftskriminalität (über 9000 Fälle) überdurchschnittlich angestiegen..

Auch wirken sich polizeiliche Maßnahmen – zum Beispiel Präsenz und eingesetzte Kräfte vor Ort – auf die registrierten Straftaten aus. Des Weiteren wird die Kriminalstatistik durch das unterschiedliche Anzeigeverhalten der einzelnen Bevölkerungsgruppen beeinflusst.