Navigation

Sie sind hier: Statistikamt Nord > Publikationen + Service > Publikationen > Presseinformationen > Dokumentenansicht 

Inhalt

04.02.16

Erzieherische Hilfen der Jugendhilfe in Hamburg 2014

Mehr Erziehungsberatungen abgeschlossen

Statistik informiert ... Nr. 16/2016

Im Laufe des Jahres 2014 sind in Hamburg im Rahmen der Jugendhilfe 4 018 Erziehungsberatungen abgeschlossen worden. Das sind sieben Prozent mehr als im Vorjahr, so das Statistikamt Nord.

Bei 38 Prozent der Fälle waren familiäre Konflikte (z. B. Partnerkonflikte, Scheidung/Trennung, Eltern-Kind-Konflikte) und bei 24 Prozent eine eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern oder Personensorgeberechtigten (z. B. pädagogische Überforderung, Erziehungsunsicherheit) Hauptgrund für die Beratung. Problemlagen der Eltern (etwa Erkrankung, Behinderung, Suchtverhalten) waren in elf Prozent und Entwicklungsauffälligkeiten bzw. seelische Probleme des jungen Menschen (wie Entwicklungsrückstände, Ängste, Zwänge) in zehn Prozent der Fälle der Grund für die Beratungsleistung. Fünf Prozent der Erziehungsberatungen erfolgten aufgrund von schulischen/beruflichen Problemen (z. B. Schwierigkeiten mit Leistungsanforderungen, Schulschwänzen, Hyperaktivität).

Bei 74 Prozent der Erziehungsberatungen konnten die Beratungsziele erreicht werden. Die durchschnittliche Dauer einer Beratung lag bei sieben Monaten.

25 Prozent der Unterstützten waren jünger als sechs Jahre und 35 Prozent zwischen sechs und elf Jahren alt. Die zwölf bis 17-Jährigen stellten 34 Prozent und junge Volljährige fünf Prozent der Betroffenen.

Bei 27 Prozent der jungen Menschen stammte mindestens ein Elternteil aus dem Ausland und bei 18 Prozent lebten die Herkunftsfamilie bzw. die jungen Volljährigen ganz oder teilweise von Transferleistungen.

Hinweise:
Mit Erziehungsberatungen soll Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei der Klärung und Bewältigung individueller und familienbezogener Probleme sowie der zugrunde liegenden Faktoren geholfen werden. Die mit der Durchführung betrauten Stellen sind dabei oft eine erste Anlaufstelle, die die jungen Menschen alleine oder mit ihren Eltern bzw. ihrer Familie betreuen.

Kontakt:
Alice Mannigel
Telefon: 040 42831-1847
E-Mail: Pressestelle[at]statistik-nord[dot]de 

Fachlicher Ansprechpartner:
Thorsten Erdmann
Telefon: 040 42831-1757
E-Mail: thorsten.erdmann[at]statistik-nord[dot]de 

zusätzliche Informationen