Navigation

Sie sind hier: Statistikamt Nord > Publikationen + Service > Publikationen > Presseinformationen > Nach Jahren > Dokumentenansicht 

Inhalt

10.02.12

Energiebilanz Schleswig-Holstein 2009

Energieverbrauch gesunken

Statistik informiert ... Nr. 17/2012

Im Jahr 2009 ist der Endenergieverbrauch in Schleswig-Holstein gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent auf rund 244 000 Terajoule (TJ) gesunken. Das entspricht einem Verbrauch von 86,1 Gigajoule (GJ) je Einwohnerin oder Einwohner, so das Statistikamt Nord. Deutschlandweit sank der Endenergieverbrauch im gleichen Zeitraum um 4,7 Prozent auf rund 8,7 Mio. TJ oder 106,2 GJ pro Kopf.
Der Endenergieverbrauch gibt Auskunft über die Verwendung der Energieträger (zum Beispiel Kohle, Erdgas, Heizöl Strom) in bestimmten Verbrauchergruppen, soweit sie unmittelbar der Erzeugung von Nutzenergie, wie zum Beispiel Licht oder Wärme, dient.
Als Grund für den Verbrauchsrückgang kann insbesondere die Wirtschaftskrise im Jahr 2009 genannt werden, die zu deutlich geringeren Produktionsaktivitäten im Verarbeitenden Gewerbe und damit zu einem geringeren Energieverbrauch in diesem Bereich führte. Auch bei den privaten Haushalten und im Sektor Gewerbe, Handel und Dienstleistungen wurde ein deutlicher Rückgang verzeichnet, während der Verbrauch im Bereich Verkehr nur geringfügig abnahm.
Die Gruppe der Mineralöle und Mineralölprodukte blieb – wie auf Bundesebene – mit einem leicht rückläufigen Anteil von 45,3 Prozent der mit Abstand am häufigsten genutzte Energieträger, gefolgt von Erdgas mit 25,1 Prozent und Strom mit 16,8 Prozent. Die Verwendung erneuerbarer Energien im Endenergieverbrauch (beispielsweise Pelletheizungen und Solarthermie) erreichte 2009 in Schleswig-Holstein einen Anteil von vier Prozent.
Der Anteil erneuerbarer Energieträger an der Stromerzeugung belief sich 2009 auf 27,8 Prozent, wovon knapp vier Fünftel auf Windkraft entfielen. Damit hätte rechnerisch mehr als die Hälfte des endenergetischen Stromverbrauchs in Schleswig-Holstein mittels heimischer Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gedeckt werden können.
Die Energiebilanz 2009 für Schleswig-Holstein steht als Broschüre (PDF-Format) im Internet, ebenso die auf der Energiebilanz basierende CO2-Bilanz.
Die Energiebilanz für Schleswig-Holstein wird jährlich vom Statistikamt Nord im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein durchgeführt. Sie stellt die Gewinnung, Umwandlung und Verwendung von Energieträgern in Schleswig-Holstein dar.
Daten anderer Länder werden vom Länderarbeitskreis Energiebilanzen ebenfalls im Internet angeboten.

Ansprechpartner:

Dr. Hendrik Tietje
Telefon: 0431 6895-9196
E-Mail: hendrik.tietje[at]statistik-nord[dot]de

zusätzliche Informationen