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23.04.07

Handel in Hamburg und Schleswig-Holstein 2006

Ökonomisches Gewicht des Handels im Norden höher als im Bundesdurchschnitt

Statistik informiert ... Nr. 46/2007

Gemessen an gesamtwirtschaftlichen Indikatoren ist das ökonomische Gewicht des Handels in Hamburg deutlich größer als in Deutschland. Wie das Statistikamt Nord mitteilt, beträgt nach Berechnungen des „Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ der Anteil des Wirtschaftszweiges Handel an der gesamten Wertschöpfung der Hansestadt 15,1 Prozent im Jahre 2006, während das Gewicht der Branche in Deutschland lediglich 10,8 Prozent ausmacht. Auch der Anteil der Erwerbstätigen im Handel an allen in Hamburg arbeitenden Personen ist 2006 mit 16,0 Prozent höher als in Deutschland (15,0 Prozent) wie aktuelle Ergebnisse des „Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ zeigen. Das große ökonomische Gewicht des Handels in der Hansestadt ist insbesondere auf die Bedeutung des Großhandels zurückzuführen, der hier wegen der Hafenfunktion traditionell stark vertreten ist.

Die Umsatzentwicklung innerhalb des Handels zeigt für das Jahr 2006 im Vergleich zum Vorjahr in der Hansestadt ein durchweg positives Bild. So stiegen die nominalen Umsätze im Kraftfahrzeughandel (zu dem auch das KFZ-Reparaturgewerbe gezählt wird) um 5,2 Prozent, die Umsätze im Großhandel (einschließlich der Handelsvermittlung) um 6,0 Prozent und die Umsätze im Einzelhandel um 1,6 Prozent. Für den Handel insgesamt wurde nach vorläufigen Berechnungen eine nominale Steigerung der Bruttowertschöpfung um 4,5 Prozent und ein realer  – preisbereinigter – Zuwachs um immerhin 2,0 Prozent im Vorjahresvergleich festgestellt.

Auch in Schleswig-Holstein ist 2006 das gesamtwirtschaftliche Gewicht des Handels gemessen am Anteil an der gesamten Bruttowertschöpfung des Landes mit 12,6 Prozent im Bundesvergleich überdurchschnittlich hoch. Dies gilt auch hinsichtlich der Erwerbstätigenzahl:  In Schleswig-Holstein sind 17,6 Prozent aller Erwerbstätigen im Handel tätig, im bundesdeutschen Durchschnitt lediglich 15,0 Prozent.

Das Jahr 2006 war für den Handel in Schleswig-Holstein nur teilweise erfreulich. Zwar nahmen die Umsätze im Einzelhandel mit nominal 3,0 Prozent (real 2,1 Prozent) deutlich kräftiger zu als im Bundesdurchschnitt (hier betrugen die Steigerungen lediglich 0,9 bzw. 0,3 Prozent). Dagegen wurde im Kraftfahrzeughandel (nominal plus 2,0 Prozent) und im Großhandel (nominal minus 0,1 Prozent) die Umsatzentwicklung in Deutschland (6,6 bzw. 6,7 Prozent) jeweils deutlich unterschritten. Die Entwicklung im Großhandel war dabei allerdings insbesondere durch strukturelle und weniger durch konjunkturelle Faktoren geprägt.

Für den Handel insgesamt wurde für das Jahr 2006 im Vergleich zum Vorjahr eine Wertschöpfungsentwicklung von plus 1,1 Prozent nominal und 0,4 Prozent preisbereinigt vorläufig festgestellt.

Ansprechpartner:

Sven Wohlfahrt
Telefon: 040 42831-1797
E-Mail: sven.wohlfahrt[at]statistik-nord[dot]de

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