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22.11.04

Sozialhilfe bei Krankheit, Pflege und Behinderung in Schleswig-Holstein und Hamburg am Ende des Jahres 2003:

Unterstützung in beiden Ländern für fast 90 000 Personen, mehr Eingliederungshilfen für Behinderte

Statistik informiert ... Nr. 125/2004

Am Jahresende 2003 unterstützten die Träger der Sozialhilfe in Schleswig-Holstein 42 500 Personen durch Hilfen in besonderen Lebenslagen, zwei Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Diese Leistungen werden Bedürftigen unabhängig von der laufenden Hilfe zum Lebensunterhalt (der "Sozialhilfe im engeren Sinne") bei außergewöhnlichen Belastungen wie zum Beispiel Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder Behinderung gewährt.

Die Unterstützungen gingen zu 57 Prozent an Personen, die in Einrichtungen lebten. 20 Prozent der Geförderten waren minderjährig, 60 Prozent standen im Erwerbsalter (18 bis unter 65 Jahre) und 20 Prozent zählten zu den Seniorinnen und Senioren (65 Jahre und älter). Der Ausländeranteil betrug elf Prozent, und 30 Prozent der Hilfebezieherinnen und Bezieher bezogen gleichzeitig Sozialhilfe in Form von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt.

Wie das Statistikamt Nord mitteilt, waren von den verschiedenen Hilfearten, die auch gleichzeitig gewährt werden können, Eingliederungshilfen für behinderte Menschen wie medizinische Rehabilitation, heilpädagogische Maßnahmen für Kinder, Hilfe zu einer angemessenen Schulausbildung, Leistungen in Werkstätten für Behinderte in Schleswig-Holstein am bedeutendsten. Sie wurden 20 200 Menschen zuteil. Mehr als drei Viertel der so Unterstützten lebten in Einrichtungen und lediglich drei Prozent von ihnen standen im Rentenalter (65 Jahre und mehr).

Krankenhilfe erhielten 13 400 Personen. Unter diesen Leistungsbezieherinnen und -beziehern befanden sich mit 31 Prozent überdurchschnittlich viele ausländische Staatsangehörige, und fast drei Viertel aller Hilfeempfängerinnen und -empfänger bezogen gleichzeitig laufende Hilfe zum Lebensunterhalt.

Hilfe zur Pflege wurde 9 200 überwiegend älteren Frauen und Männern gewährt, mehr als zwei Drittel von ihnen war älter als 65 Jahre. 84 Prozent der hier Betroffenen wohnten in Einrichtungen.

Rückgängen gegenüber Ende 2002 bei der Krankenhilfe (minus neun Prozent) und der Hilfe zur Pflege (knapp ein Prozent) stand eine Zunahme bei den Empfängerinnen und Empfängern der Eingliederungshilfe für Behinderte (plus drei Prozent) gegenüber.

Vom Sozialhilfeträger Hamburg wurden am Jahresende 2003 insgesamt 46 300 Menschen in besonderen Lebenslagen unterstützt und damit etwa ebenso viele wie Ende 2002.

26 Prozent der Leistungsempfängerinnen und -empfänger lebten in Einrichtungen. 13 Prozent von ihnen waren minderjährig, 60 Prozent zwischen 18 bis unter 65 Jahre und 26 Prozent 65 Jahre und älter. Der Ausländeranteil lag bei insgesamt 26 Prozent und reichlich die Hälfte (58 Prozent) der Geförderten bezogen gleichzeitig laufende Hilfe zum Lebensunterhalt.

Bedeutendste Hilfeart in Hamburg war die Krankenhilfe, die 27 200 Personen zugute kam. Darunter waren 41 Prozent Ausländerinnen und Ausländer, und 83 Prozent bezogen gleichzeitig laufende Hilfe zum Lebensunterhalt.

10 700 überwiegend ältere Männer und Frauen, 67 Prozent unter ihnen waren 65 Jahre und älter, erhielten Hilfe zur Pflege. Die Hälfte dieser Betroffenen lebte in Einrichtungen. Eingliederungshilfe für behinderte Menschen wurde 9 800 Personen gewährt. Von diesen wohnten zwei Drittel in Einrichtungen und 83 Prozent standen im "Erwerbsalter" zwischen 18 bis unter 65 Jahren.

Während in Hamburg bei der Hilfe zur Pflege ein Rückgang von zwei Prozent gegenüber Ende 2002 festgestellt wurde, gab es bei der Eingliederungshilfe für Behinderte eine Zunahme um acht Prozent.

Ansprechpartner:

Thorsten Erdmann

Telefon: 040 42831-1757

E-Mail: thorsten.erdmann[at]statistik-nord[dot]de

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