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16.01.12

Strafvollzug in Hamburg und Schleswig-Holstein 2011

Weniger Inhaftierte

Statistik informiert ... Nr. 4/2012

Ende März 2011 sind in den Hamburger Justizvollzugsanstalten 1 389 Strafgefangene und Sicherungsverwahrte inhaftiert gewesen, das sind fast drei Prozent weniger als im Vorjahr, so das Statistikamt Nord. Damit setzte sich die rückläufige Entwicklung der letzten Jahre fort. Im mittelfristigen Vergleich zu 2006 sank die Zahl der Inhaftierten sogar um 28 Prozent.

Von den einsitzenden Personen waren fünf Prozent Frauen, 37 Prozent Ausländerinnen und Ausländer; 68 Prozent waren vorbestraft und 16 Prozent befanden sich im offenen Vollzug.

41 Prozent der Gefangenen verbüßten eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, 16 Prozent mussten bis zu zwei Jahre in Haft. Für zwölf Prozent aller Insassen betrug die Vollzugsdauer fünf bis 15 Jahre, und etwas mehr als vier Prozent (60 Personen) verbüßten eine lebenslange Haftstrafe.

Wegen Diebstahls und Unterschlagung saßen 21 Prozent aller Inhaftierten ein, 20 Prozent wegen Betäubungsmitteldelikten und 14 Prozent wegen Raubes und Erpressung. Straftaten gegen das Leben waren in elf Prozent, Körperverletzungsdelikte sowie Betrug/Untreue in jeweils neun Prozent der Fälle Anlass der Haftstrafe.

In den Justizvollzugsanstalten in Schleswig-Holstein sind Ende März des letzten Jahres 1 163 Strafgefangene und Sicherungsverwahrte verzeichnet worden. Die Zahl der Inhaftierten lag damit zwar geringfügig über dem Vorjahreswert, im Vergleich zu 2006 nahm sie jedoch um 13 Prozent ab.

Unter den Inhaftierten befanden sich vier Prozent Frauen, 19 Prozent ausländische Staatsangehörige und 65 Prozent Vorbestrafte und fünf Prozent im offenen Vollzug.

38 Prozent aller Insassinnen und Insassen waren zu Strafen bis zu einem Jahr verurteilt worden, bei 20 Prozent dauerte die Haftzeit höchstens zwei Jahre. Lange Freiheitsstrafen zwischen fünf und 15 Jahren galten für zehn Prozent der Inhaftierten. Der Anteil derer, die eine lebenslange Haftstrafe verbüßten, betrug drei Prozent (33 Personen).

Von allen Inhaftierten saßen 22 Prozent wegen Diebstahls und Unterschlagung ein, knapp 17 Prozent wegen Raubes und Erpressung sowie fast 15 Prozent wegen Körperverletzung. Bei jeweils rund einem Zehntel der Insassinnen und Insassen war die Haft auf Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz und auf Betrug/Untreue zurückzuführen.

Ansprechpartner:

Thorsten Erdmann
Telefon: 040 42831-1757
E-Mail: thorsten.erdmann[at]statistik-nord[dot]de

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