Exporte sinken um 6,8 Prozent, Importe steigen um 3,3 Prozent
Statistik informiert … Nr. 44/2026
Die Ausfuhren der schleswig-holsteinischen Wirtschaft beliefen sich im Jahr 2025 auf 25,2 Mrd. Euro und lagen damit 6,8 Prozent unter dem Vorjahreswert von 27,1 Mrd. Euro, so das Statistikamt Nord.
Besonders deutlich gingen die Ausfuhren von Fertigwaren, insbesondere von Enderzeugnissen, zurück. Hier verringerte sich der Ausfuhrwert um knapp 13 Prozent auf 14,8 Mrd. Euro. Maßgeblich hierfür waren rückläufige Ausfuhren von pharmazeutischen Erzeugnissen (minus 0,96 Mrd. Euro) sowie von Enderzeugnissen anderweitig nicht genannt (minus 0,77 Mrd. Euro).
Die Ausfuhren in die wichtigsten Weltregionen entwickelten sich insgesamt rückläufig, jedoch in unterschiedlichem Ausmaß. Die Ausfuhren nach Europa insgesamt sanken um 4,6 Prozent. Innerhalb der EU verringerten sich die Ausfuhren in die Eurozone um 6,0 Prozent, während die Ausfuhren in EU-Länder außerhalb der Eurozone um 1,5 Prozent stiegen.
Die Ausfuhren nach Amerika sanken um rund 12 Prozent. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten sanken um 0,6 Prozent und lagen auch im Jahr 2025 bei zwei Mrd. Euro.
Die Ausfuhren nach Asien gingen um 15,2 Prozent zurück. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere geringere Ausfuhren nach Singapur (minus 0,6 Mrd. Euro) sowie nach China (minus 0,1 Mrd. Euro).
Die Einfuhren nach Schleswig-Holstein nahmen im Jahr 2025 zu. Sie stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Mrd. Euro (plus 3,3 Prozent). Zuwächse verzeichneten insbesondere Waren der Ernährungswirtschaft sowie Mineralölerzeugnisse, deren Einfuhrwerte jeweils um rund 0,5 Mrd. Euro zunahmen.
Tiefer gegliederte Ergebnisse für Schleswig-Holstein veröffentlicht das Statistikamt Nord auf seiner (Externer Link).
Hinweise:
Alle Werte sind in Preisen des jeweiligen Zeitraums angegeben.
Die Ausfuhr wird im Spezialhandel dargestellt, d. h., dass sich die Ausfuhrwerte auf Waren beziehen, die in Schleswig-Holstein hergestellt oder zuletzt so bearbeitet worden sind, dass sich ihre Beschaffenheit wesentlich geändert hat.
Im Gegensatz zur Ausfuhr wird die Einfuhr im Generalhandel dargestellt. Das heißt, dass auch die auf Lager eingeführten Waren erfasst werden, deren späterer Verbleib zum Zeitpunkt der Einfuhr noch unbekannt ist. Ein Teil der auf Lager gehenden Waren, aber auch ein Teil der direkt in den freien Verkehr gelangenden Waren, verlässt Schleswig-Holstein wieder.
Tabellen: siehe PDF-Dokument
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