Wert der Auftragseingänge um fast ein Drittel gestiegen

Statistik informiert … Nr. 58/2026

In den größeren Betrieben des Hamburger Bauhauptgewerbes ist der Wert der Auftragseingänge im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 31,7 Prozent auf knapp 3,0 Mrd. Euro gestiegen. Am stärksten erhöhten sich die Auftragszahlen in der Hochbausparte (plus 52,2 Prozent auf 2,0 Mrd. Euro). Sowohl im Wirtschaftshochbau (plus 83,1 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro) als auch im Wohnungsbau (plus 42,7 Prozent auf 586 Mio. Euro) gab es dabei einen starken Anstieg. Im Tiefbau konnte trotz rückläufiger Auftragseingänge im Wirtschaftstiefbau (minus 27,9 Prozent auf 186 Mio. Euro) das Auftragsvolumen um 3,5 Prozent auf 985 Mio. Euro gesteigert werden, so das Statistikamt Nord.

Für den preisbereinigten Auftragseingang errechnet sich ein Plus von 28,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei der Anstieg der Auftragseingänge im Tiefbau insgesamt auch aufgrund eines Auftragsrückgangs im Straßenbau (minus 0,4 Prozent) sehr gering ausfällt (plus 0,9 Prozent). 

Im Bauhauptgewerbe Hamburgs entwickelten sich die Umsätze gegenüber dem Jahr 2024 negativ (minus 7,5 Prozent auf 2,7 Mrd. Euro). Dies ist insbesondere auf den Hochbau zurückzuführen. Dort sanken die Umsätze um 13,4 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro. Hauptursächlich hierfür war ein Umsatzeinbruch im Wohnungsbau (minus 23,2 Prozent auf 649 Mio. Euro). Dagegen stiegen die Umsätze im Tiefbau um 4,3 Prozent auf über 1,0 Mrd. Euro. Lediglich beim sonstigen öffentlichen Tiefbau (u. a. Tiefbauten für die Verbesserung der Schieneninfrastruktur oder Brückenbaumaßnahmen) gaben die Umsätze leicht nach (minus 1,7 Prozent auf 409 Mio. Euro).

Nach Berücksichtigung der Inflation (preisbereinigt) ergibt sich ein Umsatzrückgang um 9,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wobei der Umsatz beim Tiefbau mit einem Plus von 1,6 Prozent auch preisbereinigt noch leicht anstieg.

Hinweise:
Erfasst wurden Betriebe im Bauhauptgewerbe von rechtlichen Einheiten mit 20 und mehr tätigen Personen. Im Jahr 2025 waren dies in Hamburg 136 Betriebe. Bei der Bewertung der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass sich die Anzahl der erfassten Betriebe gegenüber dem Vorjahr um sechs Betriebe erhöht hat. Größere Schwankungen sowohl in der Umsatz- wie in der Auftragsentwicklung können zudem durch die unregelmäßige Abrechnung bzw. Akquisition von Großaufträgen verursacht werden.

Tabellen: siehe PDF-Dokument
 

Fachlicher Kontakt:

Gerhard Lenz
Telefon: 0431 6895-9323
E-Mail: bau(at)statistik-nord(dot)de


Pressestelle:

Alice Mannigel
Telefon: 040 42831-1847
E-Mail: pressestelle(at)statistik-nord(dot)de
Mastodon: @StatistikamtNord@norden.social (Externer Link)
Bluesky: @statistiknord.bsky.social (Externer Link) 
LinkedIn: Statistikamt Nord (Externer Link)
 

Dokument herunterladen