Wert der Auftragseingänge um mehr als ein Drittel gestiegen
Statistik informiert … Nr. 100/2026
Die größeren Betriebe im Bauhauptgewerbe Hamburgs verzeichneten im ersten Quartal 2026 Auftragseingänge im Wert von gut 785 Mio. Euro. Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum ist das ein Anstieg von 34,4 Prozent. Am stärksten zogen die Auftragszahlen im Wirtschaftsbau an, deren Wert sich gegenüber dem ersten Quartal 2025 mehr als verdoppelte (plus 147,9 Prozent auf 560 Mio. Euro), so das Statistikamt Nord.
Für den realen (preisbereinigten) Auftragseingang errechnet sich zwar insgesamt ein Plus von 31,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal; im Wohnungs- (minus 52,5 Prozent) und Straßenbau (minus 41,6 Prozent) sanken die Auftragszahlen jedoch deutlich.
Die Umsatzlage hat sich, mit Ausnahme des Wirtschaftsbaus (plus 4,0 Prozent auf 219 Mio. Euro), in allen Bausparten des Bauhauptgewerbes negativ entwickelt. Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum sanken die Umsätze um zwölf Prozent auf 466 Mio. Euro.
Für den realen (preisbereinigten) Umsatz errechnet sich ein Rückgang um 14,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025. Insbesondere im Wohnungsbau (minus 39,6 Prozent), aber auch im Straßenbau (minus 21,4 Prozent), wurde deutlich weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum.
Hinweise:
Erfasst wurden Betriebe im Bauhauptgewerbe von rechtlichen Einheiten mit 20 und mehr tätigen Personen. Im ersten Quartal 2026 waren dies in Hamburg 136 Betriebe. Bei der Bewertung der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass sich die Anzahl der erfassten Betriebe gegenüber dem Vorjahr um vier Betriebe verringert hat. Größere Schwankungen sowohl in der Umsatz- wie in der Auftragsentwicklung können zudem durch die unregelmäßige Abrechnung bzw. Akquisition von Großaufträgen verursacht werden.
Unter „Wirtschaftsbau“ werden Hoch- und Tiefbaumaßnahmen im Nichtwohnungsbau, die nicht der öffentlichen Hand zuzurechnen sind, zusammengefasst.
Tabellen: siehe PDF-Dokument
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