Auftragseingänge über Vorjahresniveau
Statistik informiert … Nr. 59/2026
In den größeren Betrieben des schleswig-holsteinischen Bauhauptgewerbes ist der Wert der Auftragseingänge im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro gestiegen. Am stärksten zogen die Auftragszahlen in der Tiefbausparte an (plus 5,7 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro), was vor allem dem Wirtschaftstiefbau zuzurechnen ist (plus 10,4 Prozent auf 520 Mio. Euro). Im Hochbau konnte trotz rückläufiger Auftragseingänge im Wirtschaftshochbau (minus 12,0 Prozent auf 412 Mio. Euro) aufgrund der positiven Entwicklung im Wohnungsbau (plus 8,9 Prozent auf 846 Mio. Euro) noch ein geringer Anstieg der Auftragseingänge registriert werden (plus 0,7 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro), so das Statistikamt Nord.
Nach Abzug der Inflation (preisbereinigt) stieg der Wert der Auftragseingänge um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eine negative Entwicklung verzeichnete insbesondere der Straßenbau. Hier sank der Wert der Auftragseingänge um 6,1 Prozent.
Auch die Umsatzlage verbesserte sich gegenüber dem Jahr 2024 (plus 4,2 Prozent auf 3,6 Mrd. Euro), was insbesondere auf den Tiefbau zurückzuführen ist. In dieser Bausparte stiegen die Umsätze sowohl im sonstigen öffentlichen Tiefbau (u. a. Tiefbauten für die Verbesserung der Schieneninfrastruktur oder Brückenbaumaßnahmen: plus 22,2 Prozent auf 561 Mio. Euro) als auch im Wirtschaftstiefbau (plus 11,2 Prozent auf 615 Mio. Euro) deutlich.
Für den preisbereinigten Umsatz errechnet sich ein Anstieg um 1,9 Prozent gegenüber dem Jahr 2024. Trotz eines deutlichen Umsatzrückgangs im Straßenbau (minus 7,7 Prozent) entwickelten sich die Umsätze im Tiefbau insgesamt positiv (plus 6,7 Prozent). Im Hochbau ergab sich preisbereinigt ein leichter Rückgang um 2,0 Prozent.
Hinweise:
Erfasst wurden Betriebe im Bauhauptgewerbe von rechtlichen Einheiten mit 20 und mehr tätigen Personen. Im Jahr 2025 waren dies in Schleswig-Holstein 390 Betriebe. Bei der Bewertung der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass sich die Anzahl der erfassten Betriebe gegenüber dem Vorjahr um einen Betrieb erhöht hat. Größere Schwankungen sowohl in der Umsatz- wie in der Auftragsentwicklung können zudem durch die unregelmäßige Abrechnung bzw. Akquisition von Großaufträgen verursacht werden.
Tabellen: siehe PDF-Dokument
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