Wert der Auftragseingänge um zehn Prozent gestiegen
Statistik informiert … Nr. 101/2026
Die größeren Betriebe im Bauhauptgewerbe Schleswig-Holsteins verzeichneten im ersten Quartal 2026 Auftragseingänge im Wert von 775 Mio. Euro. Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum ist das ein Anstieg von zehn Prozent. Am stärksten zogen die Auftragszahlen im Wirtschaftshochbau an (plus 33,9 Prozent auf 128 Mio. Euro), so das Statistikamt Nord.
Auch im sonstigen öffentlichen Tiefbau (u. a. Tiefbauten für die Verbesserung der Schieneninfrastruktur oder Brückenbaumaßnahmen) war der Auftragswert mit einem Anstieg von 19,9 Prozent auf 123,5 Mio. Euro deutlich höher als im Vorjahr. Rückläufige Zahlen wurden dagegen im Wirtschaftstiefbau registriert (minus 12,8 Prozent auf 97 Mio. Euro).
Für den realen (preisbereinigten) Auftragseingang errechnet sich ein Plus von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Betriebe des Wohnungsbaus konnten den Wert ihrer Auftragseingänge um knapp elf Prozent steigern.
Die Umsatzlage hat sich gegenüber dem ersten Quartal 2025 in nahezu allen Bausparten des Bauhauptgewerbes verschlechtert (minus 19,3 Prozent auf 533 Mio. Euro). Insbesondere die Umsätze im Wirtschaftshochbau (minus 36,2 Prozent auf 73 Mio. Euro) brachen im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum ein.
Für den realen (preisbereinigten) Umsatz errechnet sich ein Rückgang von 21,4 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025. Die Umsätze entwickelten sich sowohl im Straßenbau (minus 28,3 Prozent) als auch im Wohnungsbau (minus 27,2 Prozent) gleichermaßen negativ.
Hinweise:
Erfasst wurden Betriebe im Bauhauptgewerbe von rechtlichen Einheiten mit 20 und mehr tätigen Personen. Im ersten Quartal 2026 waren dies in Schleswig-Holstein 392 Betriebe. Bei der Bewertung der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass sich die Anzahl der erfassten Betriebe gegenüber dem Vorjahr um fünf Betriebe verringert hat. Größere Schwankungen sowohl in der Umsatz- wie in der Auftragsentwicklung können zudem durch die unregelmäßige Abrechnung bzw. Akquisition von Großaufträgen verursacht werden.
Unter „Wirtschaftsbau“ werden Hoch- und Tiefbaumaßnahmen im Nichtwohnungsbau, die nicht der öffentlichen Hand zuzurechnen sind, zusammengefasst.
Tabellen: siehe PDF-Dokument
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