Auftragseingänge und Umsätze um etwa vier Prozent gestiegen
Statistik informiert … Nr. 5/2026
In den größeren Betrieben des schleswig-holsteinischen Bauhauptgewerbes ist der Wert der Auftragseingänge in den ersten drei Quartalen 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro gestiegen. Am stärksten stiegen die Auftragszahlen in der Tiefbausparte (plus 5,2 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro), was vor allem dem Wirtschaftstiefbau zuzurechnen ist (plus 15,2 Prozent auf 402 Mio. Euro). Im Hochbau konnte insbesondere aufgrund des Wohnungsbaus (plus 8,8 Prozent auf 640 Mio. Euro) ein Anstieg von 1,9 Prozent auf fast 1,1 Mrd. Euro verbucht werden. Rückläufig war die Auftragslage dagegen im Wirtschaftshochbau (minus 10,8 Prozent) und im Straßenbau (minus 5,8 Prozent), so das Statistikamt Nord.
Für den realen (preisbereinigten) Auftragseingang errechnet sich ein Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei im Hochbau insgesamt ein Rückgang von 0,4 Prozent verzeichnet wurde.
Auch die Umsatzlage verbesserte sich gegenüber den ersten drei Quartalen 2024 (plus 4,1 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro), was insbesondere auf den öffentlichen Sektor zurückzuführen ist. So legten die Umsätze im sonstigen öffentlichen Tiefbau (u. a. Tiefbauten für die Verbesserung der Schieneninfrastruktur oder Brückenbaumaßnahmen: plus 22,8 Prozent auf 395 Mio. Euro) und im öffentlichen Hochbau (plus 12,9 Prozent auf 153 Mio. Euro) deutlich zu.
Für den realen (preisbereinigten) Umsatz errechnet sich von Januar bis September 2025 ein Anstieg um 1,6 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die positive Entwicklung im Tiefbau insgesamt (plus 5,8 Prozent) wird durch Umsatzrückgänge im Straßenbau (minus 5,3 Prozent) etwas geschmälert. Im Hochbau ergab sich preisbereinigt ein leichter Rückgang von 1,8 Prozent, der insbesondere auf niedrigeren Umsätzen im Wohnungsbau (minus 4,1 Prozent) beruht.
Hinweise:
Erfasst wurden Betriebe im Bauhauptgewerbe von rechtlichen Einheiten mit 20 und mehr tätigen Personen. Im Jahr 2025 waren dies in Schleswig-Holstein 393 Betriebe. Bei der Bewer-tung der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass sich die Anzahl der erfassten Betriebe gegenüber dem Vorjahr um drei Betriebe erhöht hat. Größere Schwankungen sowohl in der Umsatz- wie in der Auftragsentwicklung können zudem durch
Tabellen: siehe PDF-Dokument
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