Umsätze um 4,1 Prozent gestiegen
Statistik informiert … Nr. 63/2026
Im Jahr 2024 gab es in Hamburg 8 689 selbstständige Handwerksunternehmen. Das sind 23 weniger als im Vorjahr. Diese Unternehmen beschäftigten im Jahresdurchschnitt 113 770 tätige Personen und erwirtschafteten einen Umsatz von 14,9 Mrd. Euro. Damit stiegen die Umsätze gegenüber dem Jahr 2023 um 4,1 Prozent. Die Steigerung der Umsätze lag damit über dem Anstieg der Verbraucherpreise (plus 2,2 Prozent). Im bundesweiten Vergleich verzeichnete Hamburg die zweithöchste Zunahme der Umsätze nach Bremen, so das Statistikamt Nord.
Die höchste Umsatzsteigerung wurde in den beiden umsatzschwächsten Gewerbegruppen erzielt (Gesundheitsgewerbe: plus 11,5 Prozent auf 975 Mio. Euro und Lebensmittelgewerbe: plus 11,2 Prozent auf 577 Mio. Euro), gefolgt von der umsatzstärksten Gruppe des Kraftfahrzeuggewerbes (plus 6,7 Prozent auf 4,0 Mrd. Euro) und den Handwerken für den gewerblichen Bedarf (plus 4,6 Prozent auf 2,9 Mio. Euro). Das Ausbaugewerbe entwickelte sich mit einem Plus von 2,6 Prozent auf gut 3,6 Mrd. Euro ebenfalls positiv. Lediglich im Bauhauptgewerbe sanken die Umsätze um 3,1 Prozent auf knapp 1,8 Mrd. Euro.
Nach Unternehmensgrößen betrachtet erzielten die größten Handwerksunternehmen ab 50 tätigen Personen im Jahr 2024 den stärksten Umsatzanstieg (plus 7,7 Prozent auf 8,9 Mrd. Euro). Diese Gruppe umfasste in Hamburg 313 Unternehmen und beschäftigte im Jahresdurchschnitt 60 835 tätige Personen. Dagegen verzeichnete die Gruppe der kleinsten Handwerksunternehmen mit weniger als fünf tätigen Personen einen deutlichen Umsatzrückgang (minus 10,1 Prozent auf 841 Mio. Euro). Die Handwerksunternehmen der restlichen Beschäftigungsgrößenklassen wiesen jeweils geringe Umsatzsteigerungen von 0,8 bis 1,0 Prozent auf.
Tiefer gegliederte Ergebnisse für Hamburg veröffentlicht das Statistikamt Nord auf seiner (Externer Link).
Methodische Hinweise:
Die Daten beruhen auf aktuellen Zahlen der Handwerkszählung. Im Gegensatz zur vierteljährlichen Handwerksberichterstattung, die als Konjunkturstatistik Messzahlen und Veränderungsraten zur Entwicklung des Handwerks nachweist, liefert die Handwerkszählung Strukturangaben über das Handwerk in Form absoluter Werte.
Die Handwerkszählung erfolgt jährlich auf Basis des Statistischen Unternehmensregisters durch Nutzung von Daten der Bundesagentur für Arbeit und der Finanzverwaltung. Die Ergebnisse werden dieses Jahr erstmals schon 16 Monate nach Ende des Berichtsjahres veröffentlicht. Im Jahr 2026 stehen die Daten des Berichtsjahres 2024 somit bereits im April und damit fünf Monate früher als bisher zur Verfügung.
Das Statistische Unternehmensregister stellt beginnend mit dem Berichtsjahr 2024 die einzelnen Beschäftigtenmerkmale auf das sogenannte Jobkonzept um. Es werden also Beschäftigungsverhältnisse (Jobs) dargestellt. Das bis einschließlich Berichtsjahr 2023 geltende Personenkonzept berücksichtigte tätige Personen nur in ihrer Haupttätigkeit.
Auch durch Novellierungen der Handwerksordnung ist die zeitliche Vergleichbarkeit der Insgesamt-Positionen mit früheren Ergebnissen eingeschränkt, da bspw. neue Gewerbezweige hinzukamen.
Grafiken: siehe PDF-Dokument
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