Umsätze um 1,9 Prozent gestiegen
Statistik informiert … Nr. 64/2026
Im Jahr 2024 gab es in Schleswig-Holstein 19 858 selbstständige Handwerksunternehmen und damit 139 weniger als im Vorjahr. Diese Unternehmen beschäftigten im Jahresdurchschnitt 204 082 tätige Personen und erwirtschafteten einen Umsatz von 24,9 Mrd. Euro. Damit stiegen die Umsätze gegenüber 2023 um 1,9 Prozent. Im bundesweiten Vergleich rangierte Schleswig-Holstein an dritter Stelle. Die Entwicklung blieb jedoch leicht hinter dem Anstieg der Verbraucherpreise (plus 2,2 Prozent) zurück, so das Statistikamt Nord.
Die höchste Umsatzsteigerung gab es im Gesundheitsgewerbe (plus 9,2 Prozent auf 746 Mio. Euro), der insgesamt umsatzschwächsten Gewerbegruppe. Es folgte das Kraftfahrzeuggewerbe (plus 7,0 Prozent auf 5,2 Mrd. Euro) und die Handwerke für den privaten Bedarf (plus 5,0 Prozent auf 773 Mio. Euro). Das Ausbaugewerbe – die umsatzstärkste Gewerbegruppe – entwickelte sich mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 7,2 Mrd. Euro noch leicht positiv. Lediglich im Bauhauptgewerbe sanken die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Prozent auf 5,0 Mrd. Euro.
Nach Unternehmensgrößen betrachtet erzielten die größten Handwerksunternehmen ab 50 tätigen Personen im Jahr 2024 den stärksten Umsatzanstieg (plus 6,6 Prozent auf mehr als 10,1 Mrd. Euro). Diese Gruppe umfasste in Schleswig-Holstein 521 Unternehmen und beschäftigte im Jahresdurchschnitt 74 674 tätige Personen. Kleinere Handwerksunternehmen mit weniger als zehn tätigen Personen verzeichneten dagegen eine negative Umsatzentwicklung (minus 8,5 Prozent auf knapp 4,6 Mrd. Euro).
Tiefer gegliederte Ergebnisse für Schleswig-Holstein veröffentlicht das Statistikamt Nord auf seiner (Externer Link).
Methodische Hinweise:
Die Daten beruhen auf aktuellen Zahlen der Handwerkszählung. Im Gegensatz zur vierteljährlichen Handwerksberichterstattung, die als Konjunkturstatistik Messzahlen und Veränderungsraten zur Entwicklung des Handwerks nachweist, liefert die Handwerkszählung Strukturangaben über das Handwerk in Form absoluter Werte.
Die Handwerkszählung erfolgt jährlich auf Basis des Statistischen Unternehmensregisters durch Nutzung von Daten der Bundesagentur für Arbeit und der Finanzverwaltung. Die Ergebnisse werden dieses Jahr erstmals schon 16 Monate nach Ende des Berichtsjahres veröffentlicht. Im Jahr 2026 stehen die Daten des Berichtsjahres 2024 somit bereits im April und damit fünf Monate früher als bisher zur Verfügung.
Das Statistische Unternehmensregister stellt beginnend mit dem Berichtsjahr 2024 die einzelnen Beschäftigtenmerkmale auf das sogenannte Jobkonzept um. Es werden also Beschäftigungsverhältnisse (Jobs) dargestellt. Das bis einschließlich Berichtsjahr 2023 geltende Personenkonzept berücksichtigte tätige Personen nur in ihrer Haupttätigkeit.
Auch durch Novellierungen der Handwerksordnung ist die zeitliche Vergleichbarkeit der Insgesamt-Positionen mit früheren Ergebnissen eingeschränkt, da bspw. neue Gewerbezweige hinzukamen.
Grafiken: siehe PDF-Dokument
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