Viele Professoren bereits in höherem Alter – in Zukunft gute Chancen für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Statistik informiert ... Nr. 136/2005

Am 1. Dezember 2004 gab es an den Hochschulen in Hamburg 1 557 Professorinnen und Professoren, das sind 30 Prozent des hauptberuflich tätigen wissenschaftlichen und künstlerischen Personals. 38 Prozent von ihnen waren bereits 60 Jahre oder älter. Bei einem angenommenen Eintritt in den Ruhestand mit 65 Jahren würden bis Ende 2009 danach voraussichtlich mehr als ein Drittel aller Professorenstellen frei. Dies kann gute Aufstiegsmöglichkeiten für den akademischen Nachwuchs bedeuten. Bei der Betrachtung des Zehnjahreszeitraum bis Ende 2014 werden sogar mehr als die Hälfte (56 Prozent) der derzeitigen Professoren die Altersgrenze erreicht haben.

Beim sonstigen hauptberuflichen wissenschaftlichen Personal der Hochschulen waren 75 Prozent der rund 550 Dozenten und Assistenten am Stichtag noch im Alter von unter 40 Jahren, und nur rund drei Prozent werden binnen einer Zehnjahresfrist in den planmäßigen Ruhestand eintreten. Unter den übrigen 1 000 wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeitern (ohne Zeitangestellte) werden ein gutes Fünftel (22 Prozent) bis Ende 2009 und 39 Prozent bis Ende 2014 die Altersgrenze erreicht haben.

An den Hochschulen in Schleswig-Holstein gab es zum gleichen Stichtag 933 Professorinnen und Professoren. Sie stellen 22 Prozent des hauptberuflich tätigen wissenschaftlichen und künstlerischen Personals. Für Nachwuchskräfte wird auch hier wegen Erreichens der Altersgrenze bis Ende 2009 eine – wenn auch quantitativ etwas geringere – Perspektive geboten, denn gut ein Fünftel (21 Prozent) der Professorenschaft ist bereits im Alter von 60 Jahren oder älter. Betrachtet man den Zehnjahreszeitraum bis Ende 2014, so sind es bereits 38 Prozent der Professoren, die bis dahin die Altersgrenze erreicht haben werden.

Beim sonstigen hauptberuflichen wissenschaftlichen Personal der Hochschulen waren. 71 Prozent der knapp 740 Dozenten und Assistenten am Stichtag noch im Alter von unter 40 Jahren, und nur drei Prozent von ihnen werden bis Ende 2009 bzw. vier Prozent bis Ende 2014 die Altersgrenze erreicht haben. Unter den übrigen knapp 650 dauerhaft beschäftigten wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeitern wird der Eintritt in den Ruhestand zu 16 Prozent innerhalb des Fünfjahreszeitraums und für 28 Prozent in weiteren fünf Jahren erreicht.


Ansprechpartner:

Karsten Pesch
Telefon: 0431 6895-9243
E-Mail: hochschulen(at)statistik-nord(dot)de

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