Umsätze preisbereinigt um knapp fünf Prozent über Vorjahresniveau
Statistik informiert … Nr. 47/2026
Im Jahr 2025 haben die nominalen Umsätze aus der industriellen Fertigung in den größeren Industrietrieben Hamburgs einen Wert von gut 87,4 Mrd. Euro erreicht. Gegenüber dem Jahr 2024 entspricht dies einem Umsatzanstieg von 3,9 Prozent. Nach Abzug der Inflation (preisbereinigt) lagen die Umsätze – insbesondere wegen der im letzten Jahr noch vorherrschenden Preisrückgänge im Mineralölsektor – mit einem Plus von 4,7 Prozent noch deutlicher über Vorjahresniveau, so das Statistikamt Nord.
Ohne Berücksichtigung der Mineralölbranche (hier: Umsatzrückgang um 3,4 Prozent auf 36,7 Mrd. Euro) wären die Industrieumsätze im Jahr 2025 um 13,1 Prozent gestiegen. Nach Abzug der Inflation (preisbereinigt) verbleibt eine Umsatzsteigerung von sieben Prozent gegenüber dem Jahr 2024. Den stärksten Umsatzanstieg unter den umsatzstärksten Branchen Hamburgs erzielte der Bereich Reparatur und Installation von Maschinen (plus 20,9 Prozent) gefolgt vom Maschinenbau (plus 13,7 Prozent) und dem Fahrzeugbau (Bau von Kraftwagen(teilen) und „Sonstiger Fahrzeugbau“ zusammen) mit einem Plus von 9,8 Prozent. Größere Umsatzverluste gegenüber dem Vorjahr gab es im Bereich Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (minus 5,0 Prozent) und der Chemischen Industrie (minus 4,8 Prozent).
Im Vorjahresvergleich (preisbereinigt und ohne Berücksichtigung der Mineralölverarbeitung) belebte sich insbesondere der Inlandsumsatz (plus 14,4 Prozent). Der Auslandsabsatz mit Kundinnen und Kunden außerhalb der Eurozone lag mit einem Plus von 1,4 Prozent hingegen nur leicht über dem Vorjahresniveau.
Hinweise:
Erfasst wurden Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden mit 50 und mehr tätigen Personen. Im Jahr 2025 waren dies in Hamburg 227 Betriebe. Bei der Bewertung der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass sich die Anzahl der erfassten Betriebe gegenüber dem Vorjahr um einen Betrieb erhöht hat. Stärkere Schwankungen in der Umsatzentwicklung können zudem durch die unregelmäßige Abrechnung von Großaufträgen beeinflusst sein.
Der Wirtschaftszweig „Sonstiger Fahrzeugbau“ wird vorwiegend durch den Luft- und Raumfahrzeugbau, den Schienenfahrzeugbau sowie den Schiffs- und Bootsbau bestimmt. Zum sonstigen Fahrzeugbau gehört zudem die Herstellung von Krafträdern, Fahrrädern und sonstigen Fahr- zeugen wie z. B. Behindertenfahrzeugen und E-Scootern.
Grafiken: siehe PDF-Dokument
Fachlicher Kontakt:
Marc Alexander Bülk
Telefon: 0431 6895-9171
E-Mail: industrie(at)statistik-nord(dot)de
Pressestelle:
Alice Mannigel
Telefon: 040 42831-1847
E-Mail: pressestelle(at)statistik-nord(dot)de
Mastodon: (Externer Link)
Bluesky: (Externer Link)
LinkedIn: (Externer Link)