Umsätze um gut sechs Prozent gestiegen
Statistik informiert … Nr. 96/2026
Die größeren Industriebetriebe Hamburgs haben im ersten Quartal 2026 höhere Umsätze als im ersten Quartal des Vorjahres erwirtschaftet. Nach Abzug der Inflation („preisbereinigt“) stiegen ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,2 Prozent, so das Statistikamt Nord.
Den größten Umsatzanstieg unter den umsatzstärksten Branchen gab es im Bereich der Mineralölverarbeitung (plus 10,2 Prozent). Starke Zuwächse gab es zudem im Wirtschaftszweig „Reparatur und Installation von Maschinen“ (plus 9,5 Prozent) und in der pharmazeutischen Industrie (plus 6,3 Prozent). Größere Umsatzverluste wiesen dagegen die Bereiche „Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten“ (minus 13,6 Prozent) und der Maschinenbau (minus 8,7 Prozent) auf.
In Hamburg werden die Industriestatistiken maßgeblich von der volumenstarken Branche der Mineralölverarbeitung beeinflusst. Ohne Berücksichtigung dieser Branche ergibt sich im ersten Quartal 2026 ein Umsatzwachstum von 1,4 Prozent. Die positive Umsatzentwicklung ist bei dieser Betrachtung ausschließlich dem Auslandsabsatz zuzurechnen (plus 5,3 Prozent). Der Inlandsumsatz sank dagegen binnen Jahresfrist um 3,6 Prozent.
Insgesamt erwirtschafteten die größeren Industriebetriebe Hamburgs im ersten Quartal nominale Umsätze (vor Abzug der Inflation) aus der industriellen Fertigung in Höhe von knapp 24,1 Mrd. Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 11,9 Prozent gegenüber den ersten drei Monaten 2025.
Hinweise:
Erfasst wurden Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden mit 50 und mehr tätigen Personen. Im ersten Quartal 2026 waren dies in Hamburg 231 Betriebe. Bei der Bewertung der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass sich die Anzahl der erfassten Betriebe gegenüber dem Vorjahr um vier Betriebe erhöht hat. Stärkere Schwankungen in der Umsatzentwicklung können zudem durch die unregelmäßige Abrechnung von Großaufträgen beeinflusst sein.
Grafik: siehe PDF-Dokument
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