Umsätze preisbereinigt um vier Prozent gesunken
Statistik informiert … Nr. 48/2026
Im Jahr 2025 ist in Schleswig-Holstein der nominale Umsatz aus industriellen Erzeugnissen im Vergleich zum Jahr 2024 um 3,0 Prozent auf knapp 37,0 Mrd. Euro gesunken. Nach Abzug der Inflation (preisbereinigt) sanken die Umsätze gegenüber dem Jahr 2024 um 4,2 Prozent, so das Statistikamt Nord.
Die mit Abstand stärksten Umsatzrückgänge (preisbereinigt) gab es im „Sonstigen Fahrzeugbau“ (minus 57,4 Prozent). Im Jahr 2024 war in dieser Branche noch ein Großauftrag abgerechnet worden. Ohne Berücksichtigung des „Sonstigen Fahrzeugbaus“ wären die Industrieumsätze im Jahr 2025 leicht um 0,4 Prozent gestiegen. Größere Umsatzrückgänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum wurden außerdem bei der Herstellung von Papier und Pappe (minus 14,4 Prozent) und bei der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (minus 14,0 Prozent) verzeichnet. Umsatzanstiege vermeldeten insbesondere die Pharmabranche (plus 20,2 Prozent) und der Bereich „Herstellung von Metallerzeugnissen“ (plus 11,1 Prozent). Auch bei der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (plus 6,3 Prozent) konnten etwas höhere Umsätze erzielt werden als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Die negative Entwicklung der Umsätze ist insbesondere dem Auslandsabsatz mit Ländern außerhalb der Eurozone zuzurechnen, der gegenüber dem Vorjahreszeitraum (preisbereinigt) um 15,5 Prozent einbrach. Dagegen stiegen die Umsätze aus Geschäften mit Kundinnen und Kunden der Eurozone um 5,4 Prozent. Der Inlandsabsatz ging um 1,5 Prozent zurück. Der Anteil der Auslandsumsätze am Gesamtumsatz (Exportquote) lag mit 40,6 Prozent 1,4 Punkte unter dem Wert des Vorjahres (2024: 42,0 Prozent).
Hinweise:
Erfasst wurden Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden mit 50 und mehr tätigen Personen. Im Jahr 2025 waren dies in Schleswig-Holstein 557 Betriebe. Bei der Bewertung der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass sich die Anzahl der erfassten Betriebe gegenüber dem Vorjahr um zehn Betriebe verringert hat. Stärkere Schwankungen in der Umsatzentwicklung können zudem durch die unregelmäßige Abrechnung von Großaufträgen beeinflusst sein.
Der Wirtschaftszweig „Sonstiger Fahrzeugbau“ wird vorwiegend durch den Schiffs- und Bootsbau, den Schienenfahrzeugbau sowie den Luft- und Raumfahrzeugbau bestimmt. Zum sonstigen Fahrzeugbau gehört zudem die Herstellung von Krafträdern, Fahrrädern und sonstigen Fahrzeugen wie z. B. Behindertenfahrzeugen und E-Scootern.
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