Anzahl der Unternehmensinsolvenzen rückläufig

Statistik informiert ... Nr. 125/2019

Für das erste Halbjahr 2019 haben die schleswig-holsteinischen Amtsgerichte 2 446 ent­schiedene Anträge auf Insolvenzverfahren gemeldet. Dies entspricht einer Steigerung um 0,6 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum, so das Statistikamt Nord. Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubigerinnen und Gläubiger betrugen über 530 Mio. Euro.

Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen sank um 2,8 Prozent von 395 auf 384. Mindestens 2 870 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer waren direkt von einer Unter­nehmens­­insolvenz betroffen. Die insolventen Unternehmen schuldeten ihren Gläubigerinnen und Gläubigern knapp 410 Mio. Euro.

Mit 67 Verfahren wurden am häufigsten für Unternehmen des Baugewerbes Insolvenzen ge­meldet, gefolgt vom Wirtschaftsbereich „Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahr­zeugen“ (64 Verfahren). Nach dem Unternehmenssitz waren die Kreise Pinneberg und Stormarn mit 51 bzw. 42 Insolvenzen am stärksten betroffen.

Innerhalb der Gruppe der übrigen Schuldnerinnen und Schuldner wurden 1 618 Anträge auf Verbraucher­insolvenzen gemeldet. Im ersten Halbjahr 2018 waren es mit 1 619 Anträgen ähnlich viele. Die voraussichtlichen Forderungen gegenüber den Verbraucherinnen und Ver­brauchern betrugen fast 59 Mio. Euro bzw. rund 36 400 Euro pro insolventer Person.

Hinweise:
In der Insolvenzstatistik werden von den Insolvenzgerichten Verfahren gemeldet, zu denen in dem Berichtszeitraum eine Entscheidung getroffen wurde. Bei komplexeren Verfahren kann somit ein längerer Zeitraum zwischen der Insolvenzanmeldung und der Entscheidung liegen.

Weitere methodische Erläuterungen sowie detaillierte Ergebnisse zu beantragten Insolvenz­verfahren können auf den Internetseiten des Statistikamtes Nord in der Rubrik „Insolvenzen“ abge­rufen wer­den.

 

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