Investitionstätigkeit auf Rekordniveau

Statistik informiert ... Nr. 144/2019

Die Hamburger Industriebetriebe haben im Jahr 2018 deutlich mehr investiert als im Jahr zu­vor. 91 Prozent der Betriebe (Vorjahr: 92 Prozent) tätigten Bruttoanlageinvestitionen in Höhe von zusammen 1,2 Mrd. Euro. Nach einem sehr geringen Anstieg im Jahr 2017 erreichte die Investitionstätigkeit mit einem Plus von zwölf Prozent ein neues Rekordniveau, so das Statistikamt Nord.

Mit 1,103 Mrd. Euro entfiel der Großteil der Summe auf Ausrüstungsgüter (Maschinen, ma­schinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung). Das sind 18 Prozent mehr als 2017. Die Investitionen in Immobilien (Gebäude und Grundstücke) betrugen 83 Mio. Euro und lagen damit um ein Drittel unter dem Wert des Vorjahres. Daneben investierten die Betriebe 68 Mio. Euro in die Mieten von Immobilien, Anlagen oder Maschinen. Das sind 64 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Investitionen in Sachanlagen entwickelten sich in den einzelnen Branchen sehr un­terschiedlich, konzentrierten sich jedoch auf wenige Wirtschaftszweige. Im Bereich der Mine­ralölverarbeitung stieg das Investitionsvolumen um 41 Prozent auf 301 Mio. Euro. Deutliche Zuwächse gab es auch in der Chemischen Industrie. Mit einem Plus von knapp 46 Mio. Euro auf 77 Mio. Euro stieg die Investitionssumme in diesem Industriezweig um das 1,5‑fache ge­genüber dem Vorjahr. Einen nennenswerten Anstieg an Investitionen verzeichneten auch die Betriebe der Metallerzeugung und -bearbeitung (plus 35 Prozent auf 117 Mio. Euro). Im Be­reich des Fahrzeugbaus (minus 23 Prozent auf 288 Mio. Euro) gab es dagegen einen deutli­chen Rückgang der Investitionssumme. Bei den Betrieben zur Reparatur und Instandhaltung von Maschinen stagnierten die Investitionen mit rund 70 Mio. Euro auf dem Vorjahresniveau. Diese fünf ge­nannten Wirtschaftsbereiche tätigten zusammen 72 Prozent der gesamten In­dustrieinvestitionen.

Weiterhin gab es im Maschinenbau (plus 39 Prozent auf 68 Mio. Euro) und in der Geträn­keherstellung deutliche Steigerungen der Investitionen.

Rückgänge in relevanter Größenordnung gab es in den Branchen „Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln“ (minus 15 Prozent auf 59 Mio. Euro) sowie „Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren“ (minus elf Prozent auf 31 Mio. Euro).

Bezogen auf den im Jahr 2018 leicht gestiegenen Umsatz lag die Investitionsquote mit 1,49 Prozent um zehn Prozent über dem Vorjahreswert von 1,35 Prozent. Bei ebenfalls leicht gestiegenen Beschäftigtenzahlen stieg die Investitionssumme je tätiger Person um elf Prozent auf 13 400 Euro.

Hinweis:
Erfasst wurden Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes einschließlich Bergbau und Gewin­nung von Steinen und Erden mit 20 und mehr Beschäftigten.

 

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