1,7 Prozent mehr Schwerbehinderte

Statistik informiert ... Nr. 53/2020

In Schleswig-Holstein gab es am Jahresende 2019 etwas mehr als 269 600 Schwerbehinder­te. Im Vergleich zur letzten Erhebung zwei Jahre zuvor ist dies eine Zunahme um 1,7 Prozent, so das Statistikamt Nord.

Jeweils gut ein Viertel der Betroffenen litt an einer Beeinträchtigung der Funktion von inneren Organen bzw. Organsystemen (z. B. Herz-Kreislauf, Atemwege, Verdauungsorgane, Harnor­gane). Auf zerebralen Störungen (z.B. Hirnleistungsschwäche), Querschnittlähmung, geistig-seelische Behinderungen oder Suchtkrankheiten entfiel ebenfalls gut ein Viertel. Funktions­einschränkungen der Gliedmaßen waren bei zwölf Prozent und Funktionseinschränkungen der Wirbelsäule oder des Rumpfes bei elf Prozent ursächlich für die Behinderung. Jeweils gut vier Prozent der Schwerbehinderten waren von Sprach-/Sprechstörungen, Taubheit, Schwer­hörigkeit oder Gleichgewichtsstörungen sowie von Blindheit oder Sehbehinderung betroffen.

Ursächlich für die schwerste Behinderung war bei 84 Prozent eine allgemeine Krankheit und bei drei Prozent ein angeborenes Leiden. In den übrigen Fällen war die Behinderung auf Un­fälle, Kriegs-, Wehr- oder Zivildienstschäden oder mehrere bzw. ungenügend bezeichnete Ursachen zurückzuführen.

Hinweis:
In der Schwerbehindertenstatistik werden alle Personen erfasst, die einen Grad der Behinde­rung von mindestens 50 aufweisen und die im Besitz eines gültigen Schwerbehindertenaus­weises sind. Bei mehrere Behinderungen wird die jeweils schwerste erfasst.

 

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