Über 900 Unternehmensinsolvenzen

Statistik informiert … Nr. 31/2026

Für das Jahr 2025 haben die schleswig-holsteinischen Insolvenzgerichte 903 entschiedene Anträge auf Unternehmensinsolvenz gemeldet. Das ist der höchste Jahreswert seit 2017, so das Statistikamt Nord. Von 2000 bis 2016 waren die jährlichen Fallzahlen allerdings höher. Im Vergleich zu 2024 stieg die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen um 70 Fälle bzw. um 8,4 Prozent.

Mindestens 6 398 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer waren von einer Unternehmensinsolvenz betroffen. Das waren 6,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Schulden der insolventen Unternehmen gegenüber ihren Gläubigerinnen und Gläubigern stiegen dagegen um 44 Prozent auf 870 Mio. Euro. Im Durchschnitt waren es 963 900 Euro pro insolventem Unternehmen.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es in den Kreisen Pinneberg und Stormarn mit jeweils 100 Verfahren. In der relativen Betrachtung war jedoch die kreisfreie Stadt Flensburg mit einer Quote von 128 Insolvenzen pro 10 000 Unternehmen am stärksten betroffen, gefolgt vom Kreis Herzogtum Lauenburg mit einer Quote von 127. Zum Vergleich: Landesweit betrug die Quote 80. Die Anzahl der betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war im Kreis Herzogtum Lauenburg am höchsten.

Hinweise:
Für die Statistik über beantragte Insolvenzverfahren melden die Insolvenzgerichte Insolvenzanträge, zu denen im Berichtszeitraum eine Entscheidung getroffen wurde. Bei komplexeren Verfahren kann ein längerer Zeitraum zwischen dem Insolvenzantrag und der Entscheidung liegen.

Die Angaben zu den Insolvenzen pro 10 000 Unternehmen wurden mit Hilfe der Ergebnisse der Umsatzsteuerstatistik (Voranmeldungen) für das Jahr 2023 ermittelt. Diese Statistik erfasst alle Unternehmen, die im Berichtszeitraum einen steuerbaren Umsatz aus Lieferungen und Leistungen von über 22 000 Euro erbrachten und eine Umsatzsteuer-Voranmeldung abgaben. Die räumliche Zuordnung erfolgt auf Basis des Sitzes der Geschäftsleitung.

Weitere methodische Erläuterungen sowie detailliertere Ergebnisse zu beantragten Insolvenzverfahren, u. a. nach Wirtschaftsabschnitten, stehen auf den Internetseiten des Statistikamtes Nord (Externer Link) zur Verfügung.

Tabelle und Grafik: siehe PDF-Dokument

 

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