Anzahl der beantragten Verfahren gestiegen
Statistik informiert … Nr. 34/2026
Für das Jahr 2025 hat das Insolvenzgericht Hamburg 2 405 entschiedene Anträge von Privatpersonen auf eine Verbraucherinsolvenz gemeldet. Das waren 105 Verfahren bzw. 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr, so das Statistikamt Nord. Eine noch höhere Fallzahl wurde zuletzt für das Jahr 2013 gemeldet.
Am häufigsten wurden Insolvenzen für Verbraucherinnen und Verbraucher in den Bezirken Hamburg-Mitte und Wandsbek mit 541 bzw. 484 Verfahren gemeldet. Im Verhältnis zur Bevölkerung war jedoch der Bezirk Harburg am häufigsten betroffen: Dort gab es 203 Verbraucherinsolvenzen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Zum Vergleich: Die hamburgweite Quote betrug 122. Die Anzahl der Verbraucherinsolvenzen stieg dabei in allen Bezirken außer in Wandsbek und Bergedorf.
Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubigerinnen und Gläubiger gegenüber den Verbraucherinnen und Verbrauchern betrugen 97 Mio. Euro. Durchschnittlich war eine insolvente Person mit fast 40 400 Euro verschuldet. Dieser Wert war im Bezirk Wandsbek mit etwa 44 300 Euro am höchsten, im Bezirk Harburg mit fast 35 500 Euro am niedrigsten.
Hinweise:
Es werden nur Insolvenzen von Verbraucherinnen und Verbrauchern betrachtet. Ehemals selbstständig Tätige mit vereinfachtem Verfahren werden in dieser Darstellung nicht berücksichtigt.
Die Angaben zu den Insolvenzen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden mit Hilfe des Hamburger Melderegisters zum Stand 31.12.2024 ermittelt.
Weitere methodische Erläuterungen sowie detailliertere Ergebnisse zu beantragten Insolvenzverfahren stehen auf den Internetseiten des (Externer Link) zur Verfügung.
Tabelle: siehe PDF-Dokument
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