Reallöhne um 3,2 Prozent gestiegen

Statistik informiert … Nr. 2/2026

In Schleswig-Holstein sind die Reallöhne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im dritten Quartal 2025 um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Der Reallohn ist der Verdienst nach Berücksichtigung der Inflation, über den die Beschäftigten tatsächlich verfügen können, so das Statistikamt Nord.

Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklungen stiegen die Löhne der schleswig-holsteinischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer um 4,9 Prozent (sog. Nominallöhne).

Bei Vollzeitkräften betrug der Zuwachs des Nominallohns 4,9 Prozent. Unter den Vollzeitbeschäftigten wiesen Frauen mit einem durchschnittlichen Nominallohnwachstum von 5,7 Prozent etwas höhere Verdienststeigerungen auf als Männer (plus 4,6 Prozent). Insbesondere bei den Geringverdienenden erhöhten sich die Nominallöhne im dritten Quartal 2025 deutlich: Bei den unteren 20 Prozent der Lohnskala der Vollzeitbeschäftigten betrug die Verdienststeigerung 7,4 Prozent. Bei den oberen 20 Prozent der Lohnskala betrug der Nominallohnanstieg 5,3 Prozent und lag damit ebenfalls oberhalb der Nominallohnentwicklung der Gesamtwirtschaft.

Auszubildende wiesen im dritten Quartal 2025 mit 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal ein überdurchschnittliches Nominallohnwachstum auf. Bei den geringfügig Beschäftigten gab es einen Anstieg von 1,4 Prozent.

Hinweise: 
Methodische Informationen bietet das Statistische Bundesamt (Destatis) auf seiner Themenseite „Reallöhne und Nettoverdienste“ (Externer Link) an. Zeitreihen ab 2022 zu Nominal- und Reallohnindex sowie deren Veränderungsraten für Hamburg und Schleswig-Holstein für die Quartale können in der Datenbank des Statistischen Bundesamtes (Externer Link) abgerufen werden.

Ab dem 4. Quartal 2025 werden die Verdienstindizes auf der neuen Basis 2025=100 berechnet. Mit der nächsten Pressemitteilung zum Nominal- und Reallohnindex für das 4. Quartal 2025 bzw. das Jahr 2025 werden daher bereits die umbasierten Werte veröffentlicht. Bisherige Zeitreihen der Verdienstindizes werden rückwirkend auf das Basisjahr 2025 umgestellt.


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