Große regionale Unterschiede beim Medianeinkommen

Statistik informiert … Nr. 117/2025

Im Jahr 2021 erzielten die 1,5 Mio. Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen mit Wohnsitz in Schleswig-Holstein einen Gesamtbetrag der Einkünfte (im Folgenden als „Einkommen“ bezeichnet) in Höhe von 68,4 Mrd. Euro. Der durchschnittliche Wert je Steuerpflichtigem betrug 45 481 Euro und stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Prozent, so das Statistikamt Nord. Bei 69 Prozent der Steuerpflichtigen lag das Einkommen unter diesem Durchschnittswert. 

Der gegenüber Extremwerten robustere Median betrug 31 431 Euro. Das bedeutet, dass die Hälfte der Steuerpflichtigen ein Einkommen hatte, das unterhalb dieses Wertes lag.

Auf der Ebene der kreisfreien Städte und Kreise wurden die höchsten Medianwerte in der Umgebung von Hamburg erreicht: Im Kreis Stormarn lag das Medianeinkommen bei 35 897 Euro, gefolgt vom Kreis Pinneberg mit 33 787 Euro und vom Kreis Segeberg mit 33 618 Euro. Die niedrigsten Medianwerte verzeichneten die vier kreisfreien Städte. Die Spanne reichte von 24 286 Euro in Flensburg bis 28 238 Euro in der Hansestadt Lübeck.

Auch auf Gemeindeebene spiegeln sich die regionalen Unterschiede wider. So lag das Medianeinkommen in etwa der Hälfte der Gemeinden in den Kreisen Pinneberg und Stormarn über 37 387 Euro. In Schleswig-Holstein erreichten zum Vergleich nur 20 Prozent der insgesamt 1 104 Gemeinden einen entsprechenden Medianwert. Im Kreis Ostholstein gab es dagegen keine einzige Gemeinde mit einem so hohem Medianeinkommen. Die höchsten Medianeinkommen wurden in zwei nordfriesischen Gemeinden erreicht: In den Gemeinden Reußenköge und Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog lag es bei mindestens 55 000 Euro. 

Hinweise:
Für die Gemeindeebene stehen die Ergebnisse auf unserer Internetseite (externer Link) (Externer Link) zum Download zur Verfügung.

Ehepaare und Personen in eingetragenen Lebenspartnerschaften mit Zusammenveranlagung werden als ein Steuerpflichtiger gezählt. Hier dargestellt werden nur unbeschränkt Lohn- und Einkommensteuerpflichtige mit einem nichtnegativen Gesamtbetrag der Einkünfte.

Die Angaben werden im Rahmen der jährlichen Einkommensteuerstatistik erhoben. Aufgrund der langen steuerlichen Veranlagungsdauer können diese Ergebnisse erst vier Jahre nach dem Veranlagungsjahr veröffentlicht werden.

Karte und Tabelle: siehe PDF-Dokument

 

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