Ein Drittel mehr Einpersonenhaushalte seit 1987

Statistik informiert ... Nr. 89/2014

Von 1987 bis 2011 ist die Zahl der Einpersonenhaushalte in Schleswig-Holstein um mehr als ein Drittel (35 Prozent) gestiegen. Das geht aus dem Vergleich der nun vorliegenden endgültigen Ergebnisse des Zensus 2011 mit den Ergebnissen der Volkszählung 1987 hervor. Im Jahr 2011 war damit mehr als jeder dritte Haushalt in Schleswig-Holstein ein Einpersonenhaushalt, so das Statistikamt Nord.

Einen ähnlichen Zuwachs wie bei den Einpersonenhaushalten gab es bei den Zweipersonenhaushalten, bei denen ein Anstieg von 34 Prozent verzeichnet wurde. Zusammen machen die Ein- und Zweipersonenhaushalte damit mehr als zwei Drittel aller Wohnhaushalte in Schleswig-Holstein aus. Zurückgegangen sind dagegen Zahl und Anteil der größeren Haushalte.

Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Wohnhaushalte seit 1987 um 17 Prozent. Betrug sie vor rund einem Vierteljahrhundert 1,12 Mio., so sind es heute 1,32 Mio.

In einem schleswig-holsteinischen Haushalt leben durchschnittlich 2,2 Personen, das entspricht dem Wert für Gesamtdeutschland.

In rund 37 Prozent der Haushalte leben Paare ohne Kinder (unter 18 Jahren). Etwa jeder sechste Haushalt in Schleswig-Holstein wird von Paaren mit Kindern unter 18 Jahren gebildet. Der Anteil der Haushalte von Alleinerziehenden mit Kindern unter 18 Jahren beträgt etwa vier Prozent.

In 23 Prozent aller Haushalte Schleswig-Holsteins wohnen ausschließlich Seniorinnen bzw. Senioren, was über dem Bundesdurchschnitt (22 Prozent) liegt und den höchsten Anteil unter den alten Bundesländern darstellt.

Hinweis:
Die Ergebnisse beziehen sich auf den Stichtag 9. Mai 2011. Bei den hier dargestellten Haushalten handelt es sich um sogenannte Wohnhaushalte. Ein Wohnhaushalt umfasst alle Personen, die in einer Wohnung leben.

Weitere Ergebnisse zu den Haushalts- sowie zu den Bevölkerungsstrukturen und dem Gebäude- und Wohnungsbestand in Schleswig-Holstein können der Homepage des Statistikamtes Nord sowie der zentralen bundesweiten Auswertungsdatenbank entnommen werden. Letztere bietet die Möglichkeit, vielfältige und individuelle Ergebnisse des Zensus 2011 bis zur Gemeindeebene abzurufen.

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