16- und 17-Jährige weisen die höchste Wahlbeteiligung unter den Altersgruppen bis 34 Jahre auf; aktualisierte Wahlanalyse des Statistikamtes Nord erschienen

Statistik informiert ... Nr. 75/2015

Bei der Bürgerschaftswahl 2015 sind erstmals rund 27 000 Frauen und Männer im Alter von 16 und 17 Jahren zur Stimmenabgabe aufgerufen gewesen. Nach den nun vorliegenden Ergebnissen der repräsentativen Wahlstatistik haben sich 52,1 Prozent von ihnen an der Wahl beteiligt, so das Statistikamt Nord. Die Wahlbeteiligung liegt somit rund zehn Prozentpunkte über der Wahlbeteiligung der 18- bis 24-Jährigen (42,3 Prozent) und rund fünf Prozentpunkte über der Wahlbeteiligung der 25- bis 34-Jähigen (47,3 Prozent). Im Vergleich zu ganz Hamburg liegt die Wahlbeteiligung der minderjährigen Erstwähler laut repräsentativer Wahlstatistik 5,6 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt.

Auch bei den Parteipräferenzen sind unter den 16- und 17-jährigen Wählerinnen und Wählern klare Tendenzen zu erkennen. So schneiden insbesondere die GRÜNEN überdurchschnittlich gut ab. Sie erhielten 19,1 Prozent der Stimmen der unter 18-Jährigen (gesamt: 12,4 Prozent). Auch die Partei DIE LINKE erhielt in dieser Altersgruppe mit 11,6 Prozent rund drei Prozentpunkte mehr Stimmen als im Gesamtergebnis. Die SPD erhielt hingegen deutlich weniger Stimmen unter den 16- und 17-Jährigen. Sie kam in dieser Altersgruppe lediglich auf 39,8 Prozent der Stimmen, während sie laut repräsentativer Wahlstatistik insgesamt 46,9 Prozent erhielt. Auch CDU, FDP und AfD erhielten weniger Stimmen als in Hamburg insgesamt. Die übrigen Parteien kamen auf 7,6 Prozent der Wählerstimmen der unter 18-Jährigen.

Diese und weitere Ergebnisse können der heute erschienenen, aktualisierten Wahlanalyse des Statistikamtes Nord entnommen werden. Neben der repräsentativen Wahlstatistik enthält sie alle endgültigen Ergebnisse auf Landes-, Wahlkreis- und Stadtteilebene sowie Auswertungen zum Kumulier- und Panaschierverhalten der Wählerinnen und Wähler. Die Analyse der Wahl zur Bürgerschaft in Hamburg am 15. Februar 2015 steht zum Download im PDF-Format kostenlos im Internet zur Verfügung.

Tabelle: siehe PDF-Dokument

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