Unterschiede in der Sozialstruktur der sechs Hamburger Wahlkreise

Statistik informiert ... Nr. 43/2017

Bei der kommenden Bundestagswahl am 24. September wählen die Hamburgerinnen und Hamburger in sechs Wahlkreisen. Zwischen diesen sechs Wahlkreisen gibt es hinsichtlich der Sozialstruktur teilweise deutliche Unterschiede, so das Statistikamt Nord.

Besonders prägnante Unterschiede zeigen sich demnach beim Anteil der Bezieherinnen und Bezieher von SGB II-Leistungen („Hartz IV“). Dieser schwankt zwischen 13,4 Prozent im Wahlkreis 18 Hamburg-Mitte und 4,9 Prozent im Wahlkreis 21 Hamburg-Nord.

Auch das durchschnittliche Einkommen variiert zwischen diesen beiden Wahlkreisen stark. Während die Steuerpflichtigen im Wahlkreis Hamburg-Nord durchschnittlich 47 626 Euro verdienen, ist das durchschnittliche Einkommen mit 26 986 Euro je Steuerpflichtigem im Wahlkreis Hamburg-Mitte das niedrigste im Vergleich der Wahlkreise.

Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund reicht von 22,1 Prozent im Wahlkreis Hamburg-Nord bis 42,4 Prozent im Wahlkreis 23 Hamburg-Bergedorf-Harburg.

Gemessen an der Einwohnerdichte liegen die Extremwerte in der Mitte und am Süd-Ost-Rand der Stadt: Im Wahlkreis 20 Hamburg-Eimsbüttel wohnen rund 5 219 Menschen auf einem km2, im Wahlkreis Hamburg-Bergedorf-Harburg sind es dagegen lediglich 1 075 Menschen.

Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten an der erwerbsfähigen Bevölkerung variiert nicht ganz so stark. Am höchsten ist dieser mit 57,9 Prozent im Wahlkreis 22 Hamburg-Wandsbek und am niedrigsten mit 53,2 Prozent im Wahlkreis 19 Hamburg-Altona.

Die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2013 war im Wahlkreis Hamburg-Nord am höchsten (77,4 Prozent) und im Wahlkreis Hamburg-Bergedorf-Harburg (64,3 Prozent) am niedrigsten. Klare Abweichungen gab es zudem bei den Zweitstimmenergebnissen der Vorwahl bei der FDP (zwischen 3,5 Prozent im Wahlkreis Hamburg-Bergedorf-Harburg und 6,3 Prozent im Wahlkreis Hamburg-Nord) und bei der Partei DIE LINKE (zwischen 6,5 Prozent im Wahlkreis Hamburg-Nord und 11,0 Prozent im Wahlkreis Hamburg-Mitte).

Hinweise:
Durch den Wechsel des Stadtteils Eilbek vom Wahlkreis 18 Hamburg-Mitte in den Wahlkreis 22 Hamburg-Wandsbek zur Bundestagswahl 2017 wurden die Ergebnisse der Bundestagswahl 2013 in diesen beiden Wahlkreisen neu berechnet. Die Ergebnisse des Wahlkreis 18 Hamburg-Mitte beinhalten in dieser Darstellung zudem nicht die Ergebnisse für die Insel  Neuwerk.
Eine Karte der sechs Hamburger Wahlkreise sowie weitere Hintergrundinformationen zur Bundestagswahl 2017 in Hamburg sind unter www.statistik-nord.de/wahlen abrufbar.

Tabelle: siehe PDF-Dokument

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