Investitionsvolumen leicht gesunken

Statistik informiert … Nr. 191/2025

Die Industriebetriebe in Schleswig-Holstein haben ihre Investitionstätigkeit im Jahr 2024 erstmals seit 2021 nicht mehr gesteigert. Im letzten Jahr sanken die Investitionen um 1,7 Prozent. Die Summe der Investitionen in Sachanlagen belief sich auf insgesamt 1,3 Mrd. Euro. Der Anteil der in Sachanlagen investierenden Industriebetriebe sank gegenüber dem Jahr 2023 von 91 Prozent auf 89 Prozent, so das Statistikamt Nord.

Mit 1,1 Mrd. Euro stellten Investitionen in Maschinen, maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung den weitaus größten Anteil. Sie lagen damit auf Vorjahresniveau. Die Investitionssumme in Gebäude und Grundstücke sank um 11,6 Prozent auf rund 174 Mio. Euro. Neben diesen Investitionen in Sachanlagen fielen knapp 97 Mio. Euro Investitionen zur Miete von Immobilien, Maschinen oder Anlagen an. Das sind 23,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Den höchsten Anstieg unter den investitionsstärksten Industriebranchen (Investitionsvolumen von über 100 Mio. Euro) gab es in der Pharmaindustrie mit einem Plus von fast 70 Prozent auf 110 Mio. Euro. Sowohl die Nahrungs- und Futtermittelindustrie als auch die Hersteller:innen von Datenverarbeitungsgeräten verzeichneten starke Investitionszuwächse von über 20 Prozent. Der höchste Rückgang wurde in der chemischen Industrie (minus 13,7 Prozent auf 104 Mio. Euro) verzeichnet. Die Investitionen im Maschinenbau (153 Mio. Euro) blieben hingegen mit einem Minus von 1,4 Prozent fast auf Vorjahresniveau.

Unter Zugrundelegung des im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent leicht gestiegenen Umsatzes sank die Investitionsquote geringfügig von 2,9 auf 2,8 Prozent. Bei einer um 0,4 Prozent höheren Beschäftigtenzahl ging die Investitionssumme je beschäftigter Person um zwei Prozent auf 9 551 Euro zurück.

Mit über 193 Mio. Euro erfolgten die höchsten Investitionen in Sachanlagen im Kreis Dithmarschen. Schlusslicht bildete Plön mit weniger als 14 Mio. Euro. Den größten Zuwachs verzeichnete der Kreis Schleswig-Flensburg mit einem Plus von 63,5 Prozent, wohingegen es in Neumünster den stärksten Rückgang gab (minus 50,5 Prozent).

Hinweise: 
Erfasst wurden Betriebe von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden mit 20 und mehr tätigen Personen sowie Betriebe ab 20 tätigen Personen von Unternehmen außerhalb des Verarbeitenden Gewerbes.
Die Investitionsquote weist den Anteil der Investitionen in Sachanlagen an den Umsatzerlösen aus.

Grafiken: siehe PDF-Dokument


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