Allgemeine Informationen

Was ist der Mikrozensus?

Der Mikrozensus ist – nach dem Zensus – die größte repräsentative Haushaltserhebung. Mit ihr werden seit 1957 umfangreiche Informationen zur Haushalts- und Familienstruktur, Arbeits- und Einkommenssituation, Aus- und Weiterbildung sowie zu weiteren Themen erhoben. Zudem sind in Deutschland Fragen der Arbeitskräfteerhebung der Europäischen Union (AKE; auch Labour Force Survey bzw. LFS) zur Erwerbstätigkeit und Erwerbslosigkeit in den Mikrozensus integriert.

Wer wird befragt?

Der Mikrozensus wird jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung in Deutschland durchgeführt und betrifft in Hamburg etwa 9 000 und in Schleswig-Holstein etwa 14 000 Haushalte. Befragt werden Haushalte in Gebäuden, die nach einem mathematischen Zufallsverfahren ausgewählt werden.

Wann und in welchen Abständen findet der Mikrozensus statt?

Die ausgewählten Haushalte werden über alle Kalenderwochen im Jahr verteilt befragt. Jeder Haushalt nimmt für vier aufeinander folgende Jahre an der Befragung teil.  

Wie läuft die Befragung ab?

Für die Befragungen werden vom Statistikamt Nord Interviewerinnen und Interviewer, sog. Erhebungsbeauftragte, eingesetzt. Die ausgewählten Haushalte erhalten von den Erhebungsbeauftragten ein Anschreiben mit einem Terminvorschlag für ein persönliches Interview. Wenn kein persönlicher Termin vereinbart werden kann oder die Befragten dies nicht wünschen, besteht auch die Möglichkeit, das Interview telefonisch zu führen oder den Fragebogen selbstständig auszufüllen und zurückzusenden. Das persönliche Interview vor Ort, das die Erhebungsbeauftragten mit Hilfe eines Laptops durchführen, ist erfahrungsgemäß am wenigsten zeitaufwendig für die Befragten. Zudem erleichtert es die Auswertung.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder veröffentlichen die Ergebnisse des Mikrozensus in Form von Tabellen und grafischen Darstellungen in Printpublikationen sowie auf ihren Internetseiten. Im Internetangebot des Statistikamts Nord sind die Ergebnisse für Hamburg und Schleswig-Holstein einzelnen Themenbereichen zugeordnet. Mikrozensusergebnisse finden sich beispielsweise in den Bereichen Haushalte und Familien und Bauen und Wohnen.

Die jährlichen Ergebnisse des Mikrozensus werden darüber hinaus in Regierungsberichten, im Jahresgutachten des „Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung“, in den jährlichen Rentenversicherungsberichten der Bundesregierung und anderen Publikationen verwendet.

Ist der Datenschutz gewährleistet?

Ja, die gesetzlichen Regelungen des Datenschutzes und die statistische Geheimhaltung werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Statistikamtes Nord umfassend gewährleistet. Alle Erhebungsbeauftragten werden für die Tätigkeit sorgfältig geschult und zur Geheimhaltung der Daten verpflichtet. Sämtliche Angaben der Befragten werden anonymisiert und ausschließlich für statistische Zwecke genutzt. Die Datenschutzbeauftragten der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein haben das Verfahren des Mikrozensus begutachtet und ihre Zustimmung gegeben.

Besteht Auskunftspflicht?

Ja, für den größten Teil der Erhebung besteht eine gesetzliche Auskunftspflicht. Die Auskunftspflicht ist an die Anschrift gebunden und betrifft auch Personen mit Nebenwohnsitz. Sie ist wichtig, da die hohen Qualitätsstandards des Mikrozensus nur dann erreicht werden können, wenn alle ausgewählten Haushalte auch tatsächlich ihre Antworten erteilen. Die Auskunftspflicht  ist im Mikrozensusgesetz in Verbindung mit dem Bundesstatistikgesetz geregelt. Auf freiwillig zu beantwortende Fragen wird gesondert hingewiesen.

Was ist der Unterschied zwischen Zensus und Mikrozensus?

Der Mikrozensus wird kontinuierlich über das Jahr verteilt bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführt. Der Zensus findet dagegen nur alle zehn Jahre statt, zuletzt 2011.

Beide Erhebungen, Mikrozensus und Zensus, liefern wichtige Informationen über Wirtschaft und Gesellschaft. Im Mikrozensus werden allerdings mehr und detailliertere Fragen gestellt als im Zensus; außerdem können auf Basis des Mikrozensus jährliche und strukturelle Veränderungen dargestellt werden. 

Da beim Mikrozensus nur ein Prozent der Bevölkerung befragt wird, können die Ergebnisse ausschließlich für Deutschland, die Bundesländer und größere Regionen ausgewiesen werden. Im Zensus hingegen werden alle Gebäude- und Wohnungseigentümer sowie zehn Prozent der Bevölkerung befragt. Dadurch sind auch Daten für kleinere Städte und Gemeinden verfügbar. 

Downloads

Der Mikrozensus auf einen Blick

Hamburg und Schleswig-Holstein
Faltblatt

Kurzinformation des Mikrozensus 2017

Ankündigungsschreiben des Mikrozensus 2017

Informationsbroschüre des Mikrozensus 2017

Informationen für die Haushalte

Musterfragebogen: Mikrozensus 2017

Musterfragebogen: Mikrozensus 2017 mit Zusatzprogramm der Europäischen Union

Dokumentation der Rechtsgrundlagen für den Mikrozenus 2017

- Mikrozensusgesetz -

Auskünfte und Rückfragen

Für Auskünfte und Rückfragen zum Mikrozensus in Hamburg und Schleswig-Holstein wenden Sie sich bitte an:

Statistikamt Nord
Mikrozensus
Fröbelstr. 15–17
24113 Kiel

E-Mail: mikrozensus(at)statistik-nord(dot)de
Telefon: 040 42831-9222 und 0431 6895-9250

Aufgrund von technischen Anpassungen sind die beiden angegebenen Rufnummern zur Zeit leider nicht erreichbar.
Für telefonische Rückfragen zum Mikrozensus (in Hamburg und Schleswig-Holstein) nutzen Sie momentan bitte folgende Nummern:

0431 6895-9221, -9300 und -9209

Vielen Dank für Ihr Verständnis.