Kommunale Verschuldung um 1,4 Prozent gesunken

Statistik informiert ... Nr. 107/2018

Ende 2017 haben die schleswig-holsteinischen Gemeinden und Gemeinde­verbände für ihre Kernhaushalte Schulden beim nicht-öffentlichen Bereich in Höhe von 3,77 Mrd. Euro gemel­det. Dieser Betrag war fast ausschließlich bei Kredit­instituten aufgenommen worden. Rein rechnerisch entfielen damit auf jede Ein­wohnerin und jeden Einwohner 1 305 Euro Schulden, so das Statistikamt Nord.

Gegenüber 2016 gingen die kommunalen Schulden beim nicht-öffentlichen Bereich um 53 Mio. Euro oder 1,4 Prozent zurück und lagen damit knapp über dem Wert des Jahres 2015. Für die kreisangehörigen Gemeinden ist gegenüber 2016 ein Zuwachs um 62 Mio. Euro (3,4 Prozent) und für die Amtsverwaltungen um 17 Mio. Euro (13,8 Prozent) zu verzeichnen. Bei den Kreisverwaltungen sank der Schuldenstand dagegen um 38 Mio. Euro (mi­nus 9,5 Prozent) und bei den kreisfreien Städten um 94 Mio. Euro (minus 6,4 Prozent).

Von den 1 110 Gemeinden Schleswig-Holsteins hatten 363 keine Schulden beim nicht-öffent­lichen Bereich. Das sind insgesamt zwei Kommunen weniger als Ende 2016. Bei den schul­denfreien Gemeinden handelt es sich überwiegend um kleine Gemeinden mit durchschnittlich 772 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die größte schuldenfreie Kommune war die Stadt Geesthacht mit einer Bevölkerung von 30 557 (siehe Datei (Externer Link) mit Einzelangaben). Die einzige Kreisverwaltung, die Ende 2017 keine Schulden hatte, war Stormarn.

Die Schulden des Kernhaushaltes des Landes Schleswig-Holstein beim nicht-öffent­lichen Bereich fielen auf 25,68 Mrd. Euro. Das entspricht einem Rückgang um 823 Mio. Euro oder 3,1 Prozent gegen­über Ende 2016. Die daraus resultierende Pro-Kopf-Verschuldung sank auf 8 894 Euro.


Hinweise:
In dieser Darstellung werden nur die Schulden beim nicht-öffentlichen Bereich berücksich­tigt, da bei der Summierung der Schulden beim öffentlichen Bereich (also z. B. bei anderen Gemeinden oder Gemeindeverbänden) Doppelzählungen auftreten.

In den dargestellten Ergebnissen sind die Schulden der Extrahaushalte sowie der sonstigen öffentlich bestimmten Fonds, Einrichtungen und Unternehmen (FEU) nicht enthalten. Für den kommunalen Bereich summierten sich diese auf 4,07 Mrd. Euro. Eine bundesweite Ver­öffentlichung, in der die Schulden der kommu­nalen Kernhaushalte um die anteiligen Schulden ihrer zugehörigen Beteiligungen ergänzt wurden („Integrierte Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände“), ist für das Berichtsjahr 2016 im März 2018 erschienen und wird für das Berichtsjahr 2017 voraussichtlich im Laufe dieses Jahres veröffentlicht.

Angaben über den Schuldenstand und die Pro-Kopf-Schulden aller schleswig-holsteinischen Gemeinden und Gemeindeverbände sowie weitere methodische Informationen sind in unse­rem Internetangebot verfügbar.

Tabelle: siehe PDF-Dokument

 

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Zusätzliche Informationen

  • Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände (PDF) PDF