Wirtschaftswachstum hält an

Statistik informiert ... Nr. 44/2020

In Schleswig-Holstein ist das Bruttoinlandsprodukt (die Summe aller erzeugten Güter und Dienstleistungen) 2019 gegenüber dem Vorjahr nominal (in jeweiligen Preisen) um 3,3 Prozent gestiegen. Nach Bereinigung der Preisveränderungen errechnete sich ein realer Anstieg von 1,1 Prozent, so das Statistikamt Nord. Damit lag das wirtschaftliche Wachstum in Schleswig-Holstein über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Deutschlandweit stieg das Brut­toinlandsprodukt um 2,7 Prozent nominal und 0,6 Prozent real an.

Das Verarbeitende Gewerbe in Schleswig-Holstein musste deutliche Verluste von nominal minus 3,2 Prozent und real minus 4,8 Prozent hinnehmen. Eine rückläufige Entwicklung zeigt sich unter anderem im Maschinenbau und bei der Herstellung von chemischen und pharma­zeutischen Erzeugnissen. Einen positiven Wachstumsbeitrag leistete demgegenüber das ebenfalls für Schleswig-Holstein bedeutende Ernährungsgewerbe. Auf der Bundesebene fie­len die Rückgänge im Verarbeitenden Gewerbe mit nominal minus 2,3 Prozent und real minus 3,7 Prozent geringer aus.

Die Wirtschaftsleistung des Baugewerbes in Schleswig-Holstein zeigte sich mit nominal plus 14,8 Prozent und real plus 6,1 Prozent deutlich stärker als die Bundesentwicklung von nomi­nal 12,4 Prozent und real 3,9 Prozent.

Die Dienstleistungsbereiche in Schleswig-Holstein leisteten mit einem Anstieg von nominal plus 3,4 Prozent und real plus 1,6 Prozent ebenfalls einen positiven Wachstumsbeitrag. Dies entspricht der Entwicklung auf Bundesebene von ebenfalls nominal 3,7 Prozent und real 1,7 Prozent.

Hinweise:
In den Daten des Berichtsjahres 2019 sind noch keine Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Entwicklungen in Bezug auf die Ausbreitung des Coronavirus erkennbar. 

Informationen zur Entwicklung der Wirtschaftsleistung in den Bundesländern sowie zur Ent­wicklung in den Wirtschaftsbereichen Schleswig-Holsteins können den nachfolgenden Tabel­len entnommen werden.

Die hier vorgestellten Ergebnisse für das Jahr 2019 beruhen auf ersten vorläufigen Berech­nungen des „Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“. Weitere Informationen können auf der Internetseite des Arbeitskreises unter www.vgrdl.de (Externer Link) abgerufen werden.

Tabellen: siehe PDF-Dokument

 

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