Allgemeines zur Erhebung an Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften

Zur Ermittlung der amtlichen Einwohnerzahl findet im Rahmen des Zensus 2021 u. a. eine Erhebung an allen Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften statt.

Bei Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften muss von überdurchschnittlich vielen Registerfehlern ausgegangen werden. Daher findet, wie beim Zensus 2011, in diesen sogenannten „Sonderbereichen“ eine Vollerhebung statt. In Wohnheimen werden alle Bewohnerinnen und Bewohner direkt befragt. In Gemeinschaftsunterkünften übernimmt die Einrichtungsleitung stellvertretend die Auskunftspflicht für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Zu den Wohnheimen zählen beispielsweise Studierenden- oder Arbeiterwohnheime, bei denen von einer eigenen Haushaltsführung ausgegangen werden kann, d. h. die Bewohnerinnen und Bewohner wirtschaften selbstständig.

Zu den Gemeinschaftsunterkünften zählen beispielsweise Alten- und Pflegeheime, psychiatrische Einrichtungen, Justizvollzugsanstalten oder Gemeinschaftsunterkünfte von Flüchtlingen. Die Bewohnerinnen und Bewohner von Gemeinschaftsunterkünften führen keinen eigenen Haushalt und werden in der Unterkunft durch deren Betreiberinnen und Betreiber versorgt und/oder betreut.

Übersicht Wohnheime und Gemeinschaftsunterkünfte im Zensus 2021 © Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2019

Die Anschrift eines Wohnheims kann zudem auch für die Stichprobe der Haushaltebefragung ausgewählt werden. In diesem Fall kommt ein erweiterter Fragenkatalog zum Einsatz, der auch Fragen zur Ausbildung und Erwerbstätigkeit beinhaltet.

Die Vorerhebung und Vorbefragung an Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften

Für die Befragungen in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften fallen einige Vorbereitungsarbeiten an, um z. B. alle Anschriften und deren Besonderheiten zu ermitteln und die Qualität zu sichern. Hierfür werden Vorerhebungen und Vorbefragungen durchgeführt.

Vorerhebung bei den Trägern im Frühjahr 2019

Zur Vorbereitung der Erhebung werden mögliche Wohnheime und Gemeinschaftsunterkünfte zunächst von den Statistischen Ämtern der Länder recherchiert. Auf Basis dieser Recherche werden die Träger von Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften sowie Einrichtungen ohne (bekannten) Träger im Frühjahr 2019 angeschrieben, um die recherchierten Informationen zu überprüfen sowie ggf. zu korrigieren oder zu ergänzen. Die rechtlichen Voraussetzungen werden in § 11 Zensusvorbereitungsgesetz 2021 geregelt. Die Ergebnisse dieser Abfrage dienen dazu, weitere Anschriften mit Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften zu erhalten und die Qualität bereits recherchierter Anschriften zu sichern.

Vorbefragung ab Frühjahr 2020

Um weitere Fragen zu den Einrichtungen vor der Durchführung der Haupterhebung zu klären, wird ab Frühjahr 2020 eine Vorbefragung direkt bei den Leitungen oder bei den Trägern durchgeführt. Die Vorbefragung enthält unter anderem Fragen zu Art bzw. Zweck der Einrichtung, Anzahl der Plätze, Besonderheiten an der Anschrift (z. B. Nebeneingänge, weitere Gebäudeteile) und geplanten Veränderungen bis Mai 2021.

Weitere Informationen und Kontakt

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.zensus2021.de/ .

Für Fragen können Sie uns unter folgenden Kontaktdaten erreichen:
E-Mail: info-zensus(at)statistik-nord(dot)de