Die zur Erhebung an Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften

Zur Ermittlung der amtlichen Einwohnerzahl findet im Rahmen des Zensus 2022 u. a. eine Erhebung an allen Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften statt.

Nach den Erfahrungen des Zensus 2011 werden in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften überdurchschnittlich viele Registerfehler vermutet. Daher findet in diesen sogenannten Sonderbereichen eine Vollerhebung statt. In Wohnheimen werden alle Bewohnerinnen und Bewohner direkt befragt. In Gemeinschaftsunterkünften übernimmt die Einrichtungsleitung stellvertretend die Auskunftspflicht für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Zu den Wohnheimen zählen beispielsweise Studierenden- oder Arbeiterwohnheime, bei denen von einer eigenen Haushaltsführung ausgegangen werden kann, d. h. die Bewohnerinnen und Bewohner wirtschaften selbstständig.

Zu den Gemeinschaftsunterkünften zählen beispielsweise Alten- und Pflegeheime, psychiatrische Einrichtungen, Justizvollzugsanstalten oder Gemeinschaftsunterkünfte von Geflüchteten. Die Bewohnerinnen und Bewohner von Gemeinschaftsunterkünften führen keinen eigenen Haushalt und werden in der Unterkunft durch deren Betreiberinnen und Betreiber versorgt und/oder betreut.

Übersicht Wohnheime und Gemeinschaftsunterkünfte im Zensus 2022 © Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2021

Die Vorerhebung und Vorbefragung an Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften

Für die Befragungen in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften fallen einige Vorbereitungsarbeiten an, um z. B. alle Anschriften und deren Besonderheiten zu ermitteln und die Qualität zu sichern. Hierfür wurden Vorerhebungen und Vorbefragungen durchgeführt.

Vorerhebung bei den Trägerinnen und Trägern im Jahr 2019

Zur Vorbereitung der Erhebung wurden zunächst mögliche Wohnheime und Gemeinschaftsunterkünfte von den Statistischen Ämtern der Länder recherchiert. Auf Basis dieser Recherche wurden die Einrichtungen 2019 kontaktiert, um die Informationen zu überprüfen sowie ggf. zu korrigieren oder zu ergänzen. Dies diente dazu, weitere Anschriften mit Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften zu erhalten und die Qualität der Daten zu sichern.

Vorbefragung 2020 und Aktualisierung der Vorbefragung 2021

Um weitere Fragen zu den Einrichtungen vor der Durchführung der Haupterhebung zu klären, wurde 2020 eine Vorbefragung direkt bei den Einrichtungsleitungen oder bei den Trägerinnen und Trägern durchgeführt. Die Vorbefragung enthielt u. a. Fragen zu Art bzw. Zweck der Einrichtung, Anzahl der Plätze, Besonderheiten der Anschrift (z. B. Nebeneingänge, weitere Gebäudeteile) sowie zu geplanten Veränderungen bis zum ursprünglichen Zensusstichtag im Mai 2021.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Zensus auf das Jahr 2022 verschoben. Um die Aktualität der bereits erhobenen Informationen zu sichern und um mögliche Änderungen zu erfassen, wurden die Einrichtungs­leitungen und Trägerinnen und Träger der Einrichtungen im Frühjahr 2021 zur Aktualisierung der Informationen kontaktiert.

Weitere Informationen und Kontakt

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.zensus2022.de (Externer Link) .

Weitere Informationen zum Zensus 2022 in Hamburg und Schleswig-Holstein erhalten Sie unter folgender Telefonnummer:

040 8516 3444

Der Anruf wird von einem externen Dienstleister im Auftrag des Statistikamtes Nord entgegengenommen. Die Anrufzeiten sind Montag bis Freitag von 7 - 21 Uhr und Samstag von 9 - 16 Uhr. Die Nutzung der Hotline ist grundsätzlich ohne die Angabe von personenbezogenen Daten möglich.