Umsätze um zehn Prozent über Vorjahresniveau

Statistik informiert ... Nr. 177/2021

In den ersten neun Monaten 2021 ist in Schleswig-Holstein der Umsatz der größeren Industrie­betriebe im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2020 um 9,8 Prozent auf 25,2 Mrd. Euro gestiegen. Gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum vor der Pandemie – den ersten drei Quar­talen 2019 – stiegen die Umsätze um 2,3 Prozent, so das Statistikamt Nord.

Die positive Entwicklung ist insbesondere dem Inlandsabsatz (plus 11,5 Prozent) und dem Aus­landsabsatz innerhalb des Euroraums (plus 9,6 Prozent) zuzurechnen. Mit Kundinnen und Kun­den außerhalb der Eurozone erhöhten sich die Umsätze um 5,9 Prozent. Die Exportquote lag mit 40 Prozent knapp unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (41 Prozent).

Das deutlichste Umsatzplus gab es im Fahrzeugbau. Binnen Jahresfrist zogen die Umsätze im Bereich „Sonstiger Fahrzeugbau“ (plus 46,1 Prozent) sowie bei der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (plus 25,6 Prozent) jeweils deutlich an. Auch Im Bereich „Reparatur, In­standhaltung und Installation von Maschinen und Ausrüstungen“ (plus 23,5 Prozent) und der Mineralölverarbeitung (plus 22,4 Prozent) lagen die Umsatzzuwächse über der 20‑Prozent-Marke.

Umsatzrückgänge gab es hingegen bei der Herstellung von sonstigen Waren (minus 5,2 Pro­zent; u. a. Medizintechnik) und in der Papierindustrie (minus 2,9 Prozent). Insgesamt über­schritten bei neun der 16 führenden Branchen die Umsätze das Niveau des Vergleichszeit­raums vor der Pandemie (1. – 3. Quartal 2019).

Hinweise:
Erfasst wurden Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewin- nung von Steinen und Erden mit 50 und mehr tätigen Personen. In den ersten drei Quartalen 2021 waren dies in Schleswig-Holstein 542 Betriebe. Bei der Bewertung der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass sich die Anzahl der erfassten Betriebe gegenüber dem Vorjahr um neun Betriebe verringert hat. Stärkere Schwankungen in der Umsatzentwicklung können zudem durch die unregelmäßige Abrechnung von Großaufträgen beeinflusst sein.

Der Wirtschaftszweig „Sonstiger Fahrzeugbau“ wird vorwiegend durch den Luft- und Raumfahr­zeugbau, den Schienenfahrzeugbau sowie den Schiffs- und Bootsbau bestimmt. Zum sonstigen Fahrzeugbau gehört zudem die Herstellung von Krafträdern, Fahrrädern und sonstigen Fahr­zeugen wie z. B. Behindertenfahrzeugen und E-Scootern.

Grafiken: siehe PDF-Datei

 

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