Erneut weniger Lehrlinge – Unterschiedliche Entwicklungen in den beiden Ländern

Statistik informiert ... Nr. 38/2004

Am Jahresende 2003 absolvierten in Hamburg nach vorläufigen Ergebnissen insgesamt 32 207 Personen eine betriebliche Berufsausbildung. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich damit die Anzahl der Lehrlinge im zweiten Jahr infolge vermindert, und zwar um zwei Prozent.

Wie das Statistikamt Nord weiter mitteilte, gibt es die meisten Auszubildenden mit 20 753 im Bereich Industrie und Handel (einschließlich Banken, Versicherungen, Gast- und Verkehrsgewerbe); ihre Zahl ist gegenüber 2002 um etwas mehr als ein Prozent gesunken.

Im Handwerk lernen 7 092 junge Menschen, das sind vier Prozent weniger als vor Jahresfrist. Für die Freien Berufe ist ein Rückgang der Auszubildenden um zwei Prozent auf 3 119 zu registrieren. Die übrigen Ausbildungsbereiche (Landwirtschaft, Öffentlicher Dienst, Hauswirtschaft, Seeschifffahrt) sind mit insgesamt 1 243 Lehrlingen (zwei Prozent weniger als 2002) nur von untergeordneter Bedeutung.

Neu abgeschlossen wurden im Jahr 2003 in Hamburg 11 606 Ausbildungsverträge, gut zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Während der Ausbildungsbereich Industrie/Handel nur eine geringe Abnahme (minus 0,5 Prozent auf 7 624) verzeichnete, wurden im Handwerk (minus vier Prozent auf 2 429), bei den Freien Berufen (minus sieben Prozent auf 1 127) und den anderen Ausbildungsbereichen (minus zehn Prozent auf 426) deutlich weniger neue Lehrverträge abgeschlossen.

In Schleswig-Holstein waren am Jahresende 2003 nach vorläufigen Ergebnissen 50 204 Personen in einer betrieblichen Berufsausbildung. Hier ist schon drei Jahre lang ein Rückgang zu beobachten. Zwischen 2002 und 2003 verminderte sich die Zahl der Lehrlinge um etwas mehr als ein Prozent.

Die meisten Auszubildenden (23 785) gibt es auch im nördlichsten Bundesland im Bereich Industrie und Handel; ihre Zahl lag um mehr als ein Prozent niedriger als Ende 2002. Im Handwerk lernten 17 465 junge Menschen, das sind gut zwei Prozent weniger als vor Jahresfrist. Für die Freien Berufe ist ein Rückgang der Auszubildenden um knapp zwei Prozent auf 5 409 zu beobachten. Die übrigen Bereiche steigerten dagegen ihre Ausbildungsleistung um mehr als zwei Prozent, blieben jedoch mit zusammen 3 545 Lehrlingen nur von untergeordneter Bedeutung.

Etwas günstiger verlief die Entwicklung bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen: Hier ergibt sich in Schleswig-Holstein für das Jahr 2003 gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs um zwei Prozent auf 18 527. Während der Ausbildungsbereich Industrie/Handel eine Zunahme um vier Prozent auf 9 083 verzeichnete und bei den Freien Berufen mit 1 956 neuen Lehrverträgen praktisch keine Veränderung auftrat, sank die Zahl der „Neulehrlinge“ im Ausbildungsbereich Handwerk um knapp ein Prozent auf 6 086. In den sonstigen Ausbildungsbereichen kam es zu 1 402 Neuabschlüssen, das waren sechs Prozent mehr als im Jahr 2002.

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