Kommunale Verschuldung bei knapp vier Mrd. Euro

Statistik informiert ... Nr. 127/2014

Ende 2013 meldeten die schleswig-holsteinischen Gemeinden und Gemeindeverbände Schulden für die Kernhaushalte in Höhe von 3,9 Mrd. Euro. Davon waren 3,6 Mrd. Euro beim nicht-öffentlichen Bereich aufgenommen worden, also beispielsweise bei Kreditinstituten, weitere 0,3 Mrd. Euro beim öffentlichen Bereich. Rein rechnerisch entfielen damit auf jede Einwohnerin und jeden Einwohner 1 394 Euro, so das Statistikamt Nord.

Gegenüber 2012 stiegen die kommunalen Schulden um 59 Mio. Euro oder 1,5 Prozent. Wie die beigefügte Tabelle zeigt, verlief die Entwicklung nach Gebietskörperschaften unterschiedlich. Während die Kreisverwaltungen ihren Schuldenstand um 50 Mio. Euro oder 8,4 Prozent reduzieren konnten, blieb er bei den kreisfreien Städten in etwa konstant. Bei den kreisangehörigen Gemeinden ist dagegen eine Erhöhung um 105 Mio. Euro oder 6,6 Prozent zu verzeichnen. Mehr als zwei Drittel dieses Anstiegs gehen auf sechs Städte und zwei Gemeinden zurück.

Der Anteil der Kassenkredite, die der kurzfristigen Liquiditätssicherung dienen, sank von 24 Prozent auf 19 Prozent. Dieser Rückgang resultiert überwiegend aus einer Umwandlung von Kassenkrediten in langfristige Kredite bei der Hansestadt Lübeck.

Schuldenfrei blieben 340 der 1 110 Gemeinden Schleswig-Holsteins, also fast jede dritte. Dabei handelt es sich überwiegend um kleine Gemeinden, wie deren durchschnittliche Einwohnerzahl von 570 zeigt. Die Spanne reicht dabei von Wiedenborstel mit zwölf Einwohnern bis zur Stadt Bargteheide mit mehr als 15 600 Einwohnern.

Die Schulden des Kernhaushaltes des Landes Schleswig-Holstein verringerten sich auf 26,7 Mrd. Euro. Das entspricht einer Abnahme um 0,6 Mrd. Euro oder minus 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Pro-Kopf-Verschuldung sank auf 9 515 Euro.

Weitere methodische Informationen, Angaben über den Schuldenstand und die Pro-Kopf-Schulden aller schleswig-holsteinischen Gemeinden sind im Anhang dargestellt.

Tabelle: siehe PDF-Dokument

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Zusätzliche Informationen

  • Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände in Schleswig-Holstein (PDF) PDF