Stark differierende Entwicklungen durch Corona-Krise

Statistik informiert ... Nr. 68/2020

Das langjährige Umsatzwachstum im Hamburger Einzelhandel hat sich im ersten Quartal 2020 gegenüber dem ersten Quartal 2019 mit insgesamt plus 2,1 Prozent fortgesetzt. Den­noch ist es bereits von den Einflüssen der Corona-Krise gekennzeichnet. Aufgrund von Ge­schäftsschließungen in Teilbereichen des Einzelhandels kam es zu sehr unterschiedlichen Entwicklungen. Während der „Einzelhandel mit Waren verschiedener Art“ (z. B. Supermärkte und Discounter) im ersten Quartal 2020 den Umsatz um 9,8 Prozent steigern konnte, sank der Umsatz im Bereich „Sonstiger Einzelhandel mit Waren verschiedener Art“ (z. B. Waren- und Kaufhäuser) um 21,2 Prozent, so das Statistikamt Nord.

Insbesondere im März gab es je nach Einzelhandelsbranche, bedingt durch die Geschäfts­schließungen in einigen Bereichen, deutliche Einbußen, aber teilweise auch Zugewinne ge­genüber März 2019 (insgesamt minus 5,6 Prozent). Während der Umsatz im lebensmittelge­prägten „Einzelhandel mit Waren verschiedener Art“ (z. B. Supermärkte und Discounter) um 14,9 Prozent stieg, sank der Umsatz in den meisten Non-Food-Bereichen sehr stark. Deutli­che Einbußen gab es z. B. in den Bereichen „Sonstiger Einzelhandel mit Waren verschiedener Art“ (minus 50,1 Prozent), „Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren“ (minus 51,9 Prozent) sowie „Einrichtungsgegenstände, Haushaltsgeräte, Baubedarf“ (minus 22,2 Prozent).

Weitgehend unbeeinflusst von der Corona-Krise zeigten sich dagegen die Hamburger Apo­theken: Hier lag das Umsatzwachstum sowohl im ersten Quartal 2020 als auch im März 2020 bei über sechs Prozent im Vergleich zum jeweiligen Vorjahreszeitraum.

Tabelle: siehe PDF-Dokument

 

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